13. März 2020

Covid-19: Empfehlungen für die Intensivstation

Vertreter mehrerer deutscher Fachgesellschaften haben konkrete, umfassende Empfehlungen zur intensivmedizinischen Behandlung von Covid-19-Patienten veröffentlicht und diese in einem Video für Sie zusammengefasst.1

Kernpunkte der Empfehlungen

  • Bei Pneumonie oder ARDS kann ein Rachenabstrich negativ ausfallen, während noch Viren im Tracheobronchialsekret nachweisbar sind.
  • Aufnahme auf die Intensivstation erfolgt bei Dyspnoe mit Atemfrequenz > 30/min und Hypoxämie.
  • Bakterielle Superinfektionen sind eher selten, aber möglich.
  • Ein CT sollte nur erfolgen, wenn es eine therapeutische Konsequenz gibt, um Mitarbeiter zu schützen.
  • Steroide sollten nur im Ausnahmefall gegeben werden.
  • Eine prophylaktische Antibiose wird nicht empfohlen.
  • High-flow-Sauerstofftherapie und nicht-invasive Beatmung führen zur Aerosolbildung.
  • Intubation sollte nur durch einen Arzt mit umfangreicher Intubationserfahrung erfolgen.
  • Wenn vertretbar, ist eine Rapid Sequence-Induktion ohne Zwischenbeatmung durchzuführen.

In der Originalpublikation sind detaillierte Empfehlungen, unter anderem zur invasiven Beatmung, nachlesbar. Der Artikel ist frei zugänglich.

  1. Kluge, S., Janssens, U., Welte, T. et al. Empfehlungen zur intensivmedizinischen Therapie von Patienten mit COVID-19. Med Klin Intensivmed Notfmed (2020).

Teaserbild: Screenshot vom Youtube-Video der DGIINZum Video

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