07. August 2019

Digitale Gyn-Praxis: Das wünschen sich Patientinnen

Das Smartphone hat sich zum zentralen Mittelpunkt des digitalen Alltags etabliert: Kaum jemand, der nicht in Bus, Bahn oder auch im Wartezimmer auf sein Handy schaut. Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Austausch mit Freunden.

Lesedauer: 3 Minuten

Redaktion: Darja Miroshko, Dr. Nina Mörsch

Unlängst haben Handy oder Tablet Einzug in viele Lebensbereiche gehalten. Auch Gesundheits-Apps werden laut einer Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse immer beliebter: Die Zahl der Nutzer hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. 1

Patienten wünschen sich Empfehlungen von ihrem Arzt

Abb. 1: EPatientSurvey 2018, n=9.621; Verlgeichsstudie: EPatient Survey 2016

Doch der Trend, selbst im Internet nach medizinischen Informationen und Apps zu suchen, hat sich gedreht. Laut EPatient Survey, der größten Online-Befragung zum digitalen Patienten, wünschen sich 72 % der deutschen Patienten entsprechende Empfehlungen von ihrem eigenen Arzt. 2 (siehe Abbildung 1)

Dass das Interesse von Patienten an digitalen Gesundheitsangeboten wächst, spürt auch die Gynäkologin Dr. Daniela Ludwig, die ihre Einzelpraxis im Herzen von Darmstadt führt.

Ihrer Erfahrung nach steht insbesondere bei jungen und berufstätigen Frauen der Wunsch nach mehr Flexibilität bei der Kommunikation mit der Praxis im Vordergrund. Sie möchten ihr Anliegen jederzeit und unabhängig von Engpässen am Telefon vorbringen.

Zudem würden Schwangere, wenig mobile Frauen oder Patientinnen mit einem längeren Anfahrtsweg gerne unnötige Praxisbesuche vermeiden. „Manchmal geht es nur darum, ein Folgerezept abzuholen oder um die Frage, ob man ein bestimmtes Medikament während der Schwangerschaft einnhehmen darf”, erzählt die Ärztin. Hierfür müssten ihre Patientinnen nicht unbedingt in die Praxis kommen.

Mehr Service ohne Mehraufwand

Um diesen Wünschen ihrer Patientinnen gerecht zu werden, aber auch um selbst flexibler auf Anfragen reagieren zu können, hat sich Dr. Ludwig auf die Suche nach einer digitalen Lösung begeben.

„Ganz wichtig war mir dabei das Handling. Es sollte sowohl für uns als Praxisteam als auch für unsere Patientinnen leicht und unkompliziert zu bedienen sein”, so Dr. Ludwig. Zudem sollte die Anwendung das etablierte Praxismanagement gut ergänzen. Auch spielte natürlich der Kostenfaktor bei der Auswahl eine Rolle.

Asynchrone Kommunikation mit Patientinnen

So entschied sie sich als eine der ersten Ärztinnen, den Messenger medflex auszutesten. Überzeugt hat sie bei dieser Anwendung insbesondere die Möglichkeit der flexiblen Kommunikation: „Meine Patientinnen können mit Hilfe dieser App ihre Anfragen unabhängig vom besetzten Telefon als auch von Ort und Zeit stellen. Dies gilt zum Beispiel auch, wenn sich im Nachgang einer Untersuchung noch Rückfragen ergeben, die Praxis aber schon geschlossen hat. Sie müssen dann nicht erst bis zur Öffnung der Praxis warten.”

Weniger Störungen, reduzierter Stress

Umgekehrt können sie und ihr Team, das Zeitmanagement in der Praxis optimieren. „Wir können entscheiden, wann wir auf die Anfragen antworten möchten. So reduzieren sich die Störungen und damit auch der Stress. Und ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass sich meine Patientinnen besser versorgt und damit noch besser aufgehoben fühlen”, erzählt Dr. Ludwig.

Dr. Daniela Ludwig im Interview

In diesem 3-minütigen Video erzählt die Frauenärztin, wie sie den Messenger-Service medflex in ihren Praxisablauf intergriert hat und welche Funktionen sich aus ihrer Sicht besonders bewährt haben.

Best Practices aus der bisherigen Erfahrung von medflex-Nutzern

Bereits 215 coliquio-Ärzte nutzen den kostenlosen medflex-Messenger. Wie diese den Service in ihren Praxisalltag integriert haben und welche Vorgehensweise sich bewährt hat, fasst sich wie folgt zusammen:

  • Zeitfenster für die Beantwortung festlegen: Planen Sie von Anfang an feste Zeiten für die Kommunikation mit medflex ein, wie zum Beispiel vormittags für Patientenanfragen und nachmittags für die Befundübermittlung.
  • Als Informationsplattform nutzen: Viele Ärzte nutzen die App, um ihre Patienten über Praxisöffnungszeiten und Abwesenheiten zu informieren. Ihre Patienten wissen dann genau Bescheid, wann sie frühestens mit einer Antwort rechnen können.
  • Kommunikation an MFA delegieren: Das Beantworten von nicht medizinischen Anfragen wie Rezepte oder die Übermittlung von Befunden per medflex lässt sich sehr gut an MFAs delegieren. Ihnen bleibt so Zeit für die Patientenversorgung.
  • Private Kontaktdaten schützen: Über den DSVGO-konformen Messenger-Dienst können Patienten ihrem Arzt jederzeit eine Nachricht schicken. Der Arzt muss hierfür nicht seine private Handy-Nummer oder E-Mail-Adresse herausgeben.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

1. Kaufmännische Krankenkasse, 05.07.2019: KKH forsa-Umfrage: Zahl der Nutzer von Fitnesstrackern hat sich verdoppelt

2. EPAtient Survey 2018

Bild: © Getty Images/LarsZahnerPhotography

Jetzt kommentieren

Möchten Sie den Beitrag kommentieren?

Angemeldete Mitglieder unserer Ärzte-Community können Beiträge kommentieren und Kommentare anderer Ärzte lesen.


Jetzt kommentieren

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist 
coliquio GmbH gemäß §4 HWG.

coliquio GmbH
Turmstraße 22
78467 Konstanz
www.coliquio.de

Tel.: +49 7531 363 939 300
Fax: +49 7531 363 939 900
Mail: info@coliquio.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Felix Rademacher, Martin Drees
Handelsregister: Amtsgericht Freiburg 
Registernummer: HRB 701556
USt-IdNr.: DE256286653