20. August 2020

Auf einen Blick

Neues Übersichtsschema zur Corona-Testung

Für einen schnellen Überblick zur Testung auf das Coronavirus stellt die KBV ein neues Übersichtsschema bereit. Auf einer Seite sind wesentliche Punkte zusammengefasst, die Praxen zu den verschiedenen Testanlässen wissen sollten. Ergänzend dazu gibt es eine Übersicht mit weiteren Informationen.1
Lesedauer: 2 Minuten

Mit der Ausweitung der Testmöglichkeiten durch Bund und Länder sind immer mehr Vorgaben dazugekommen. „Beinahe für jeden Fall gibt es andere Regelungen. Bestimmte Personengruppen dürfen nur nach Veranlassung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst getestet werden, andere wiederum können direkt eine Praxis oder ein Testzentrum aufsuchen“, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen. 

Durchblick kaum noch möglich

Für niedergelassene Ärzte werde es zunehmend schwieriger, zwischen den zahlreichen Testvoraussetzungen und Abrechnungswegen zu unterscheiden, kritisierte er. Das Schaubild soll helfen, den Überblick zu behalten. 

Im Wesentlichen gibt es fünf Testszenarien, die in dem Schema dargestellt sind. Das sind zum einen Personen mit Covid-19-Symptomen und Personen, die von der Corona-Warn-App den Hinweis „erhöhtes Risiko“ erhalten und direkt einen Vertragsarzt aufsuchen. In beiden Fällen erfolgt die Abrechnung über den EBM. Zur Beauftragung des Labors nutzen Praxen das Formular 10C, das für die vertragsärztliche Versorgung bereitsteht. 

Bei den Tests aufgrund von Symptomen oder einer Warnung durch die App gelten die Regelungen nur für GKV-Versicherte. Anders verhält es sich bei den Tests, die nach der Rechtsverordnung (RVO) des Bundesgesundheitsministeriums bei Personen ohne Symptome möglich sind. Die dort getroffenen Regelungen gelten für GKV-Versicherte und für Nicht-GKV-Versicherte. 

Testungen ohne Symptome nach Rechtsverordnung 

Die RVO sieht vor, dass sich Einreisende aus dem Ausland innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise testen lassen können. Darüber hinaus hat der Öffentliche Gesundheitsdienst die Möglichkeit, Testungen von asymptomatischen Personen anzuordnen und damit Dritte, beispielsweise Vertragsärzte, zu beauftragen. Dazu gehören Tests in Pflegeeinrichtungen, Schulen, von symptomfreien Kontaktpersonen, vor einer Reha oder ambulanten Operation. 

In beiden Testszenarien nach RVO nutzen Ärzte das Formular OEGD, das für solche nicht vertragsärztlichen Fälle eingeführt wurde. Jedes dieser Formulare enthält, genauso wie das Formular 10C, einen persönlichen QR-Code, mit dem der Getestete sein Ergebnis über die Corona-Warn-App einsehen kann. Dazu muss er dem vorab zustimmen. 

Formular OEGD für Einreisende 

Nach der Ausweitung der Tests auf Einreisende Ende Juli wurde das Formular OEGD um ein Ankreuzfeld für diese Gruppe erweitert. Bis es bereitsteht, nutzen Praxen das Formular 10C und tragen unter der Zeile der Corona-Warn-App „Reiserückkehrer“ ein. 

Neben der bundesweit gelten Rechtsverordnung gibt es vielerorts länderspezifische Regelungen zur Testung von asymptomatischen Personen wie Lehrer und Erzieher. Dazu schließen die Länder Vereinbarungen, zum Beispiel mit der Kassenärztlichen Vereinigung, ab. 

Übersichtsschema ,,Auf einen Blick: Tests auf SARS-CoV-2 in der Praxis”

Übersicht mit weiteren Details für Praxen 

Ergänzend zu dem Übersichtsschema bietet die KBV eine vierseitige Übersicht mit weiteren Details, unter anderem auch zur Kodierung und Meldepflicht. 

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