14. Oktober 2021

SARS-CoV-2-Infektion

Azelastin-Nasenspray reduziert frühe Viruslast

Noch immer wird fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, SARS-CoV-2- gleich zu Beginn Einhalt zu gebieten, um Schlimmeres zu verhindern. Ist die Anwendung eines handelsüblichen Antihistaminika-Nasensprays möglicherweise ein Weg, die Viruslast im Nasopharyngealbereich zu vermindern?1

Lesedauer: 1 Minute

Dieser These gingen Forschende aus Köln in einer doppelblinden placebokontrollierten Phase-II-Studie nach. Dazu teilten sie 90 SARS-CoV-2-Postive in drei Gruppen ein, die über 11 Tag entweder Nasenspray mit Azelastin 0,02 %, Azelastin 0,1 % oder Placebo zur einmal täglichen Anwendung erhielten. In allen drei Gruppen zeigte sich bei den insgesamt 7 nasopharyngealen Abstrichen ein Rückgang der Viruslast, der in den beiden Azelastin-Gruppen aber schon vom zweiten Tag an stärker ausgeprägt war. Am deutlichsten war der Unterschied bei initial hoher Viruslast und Azelastin in der Dosierung von 0,1 %. In den beiden Azelastin-Gruppen waren auch mehr Teilnehmende PCR-negativ am Tag 8.

Die Autoren schlussfolgern, dass die Anwendung von Azelastin-Nasenspray bei frühen SARS-CoV-2-Infektionen hilfreich sei könnte. Dies sollte in weiteren Studien geprüft werden.

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