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Covid-19 in der Praxis

08. Mai 2025

Was Ärzte und Gesundheitspersonal weltweit beschäftigt (KW19)

Wir vom Medscape Professional Network möchten mit Ihnen wichtige und klinisch relevante Beiträge aus verschiedenen Ländern der Welt der letzten Wochen teilen.

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Weltkugel bei Nacht
Überblick: Wichtige und klinisch relevante Entwicklungen aus aller Welt.

Praxisbesuch ohne Arztkontakt: Für Patienten offenbar kein Problem

Wenn nicht-ärztliches Personal verwaltungstechnische und medizinische Tätigkeiten übernimmt, bedeutet dies eine erhebliche Entlastung für Ärztinnen und Ärzte. Jeder vierte Kontakt in der Hausarztpraxis in Deutschland findet ausschließlich mit dem Praxispersonal statt. Zwar ist der Anteil dieser Kontakte gegenüber der letzte Befragung 2022 etwas gesunken (32 Prozent), doch liegt die Kontaktzahl weiterhin über dem Wert von 2019, vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie (21 Prozent). Auch in den Facharztpraxen ist der Kontaktanteil mit ausschließlich dem Praxispersonal seit 2019 von 9 Prozent auf 13 Prozent gestiegen.

„Mehr Kompetenzen und eine stärkere Einbindung des nicht-ärztlichen Praxispersonals könnten Ärztinnen und Ärzte in der Sprechstunde entlasten. Fast die Hälfte der befragten GKV-Versicherten sieht hier eine sinnvolle Veränderung im Praxisalltag. Hinsichtlich der demografischen Entwicklung ist es wichtig, zügig die Kompetenzen des nicht-ärztlichen Personals zu fördern und anzuerkennen. Ebenso müssen die gesetzlichen Weichen gestellt werden, um entsprechend qualifizierten Berufsgruppen geeignete medizinische Aufgaben zu übertragen“, so Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim GKV-Spitzenverband.

Nina Warken wird neue Gesundheitsministerin

Im Rahmen der neuen Regierungsbildung bekommt Deutschland auch eine neue Gesundheitsministerin: Nina Warken (CDU) wird Nachfolgerin von Karl Lauterbach (SPD). Die 45-jährige Juristin war zuvor CDU-Generalsekretärin in Baden-Württemberg und Bundestagsabgeordnete. Überraschend wurde die Innenpolitikerin nun zur Gesundheitsministerin ernannt. Ihre Positionen zur medizinischen und pharmazeutischen Versorgung sind im Detail noch unklar. Allerdings hat sie sich bereits im Wahlkampf zum Pflegebereich geäußert. Zentrale Herausforderung sei es, so Warken, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dazu müsse das Berufsbild insgesamt attraktiver gestaltet und der Personaleinsatz flexibler organisiert werden. Dazu gehört nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch attraktivere Arbeitsbedingungen.

Spanische Krankenhäuser von massiven Stromausfällen betroffen

Am 28. April erlebte Spanien eine noch nie dagewesene Situation: Auf der gesamten iberischen Halbinsel kam es zu einem massiven Stromausfall, der stundenlang andauerte. Auf Univadis Spanien können Sie nachlesen, wie die Krankenhäuser auf die Stromausfälle reagiert haben und welche Lehren daraus zu ziehen sind.

Spanische Forscher entwickeln neues System zur Früherkennung von Autismus mit künstlicher Intelligenz

Traditionelle Methoden zur Diagnose von Autismus beruhen auf der Beobachtung von Verhaltensweisen und Entwicklungsfähigkeiten sowie auf psychologischen Tests und Befragungen, die manuell durchgeführt werden. Ein Team des Human-Tech-Instituts der Universitat Politècnica de València (UPV) hat nun ein neues System zur Früherkennung von Autismus bei Kindern zwischen 3 und 7 Jahren entwickelt, das auf virtueller Realität und künstlicher Intelligenz basiert und ein wirksames Instrument zur Früherkennung sein könnte.

Verbesserte Diagnose von vorzeitigen Herzkammerkontraktionen: Digitale Zwillinge für eine exakte Behandlung

Die Kombination des EKG mit Ansätzen wie der Verwendung personalisierter Computerdarstellungen des Herzens (so genannte „digitale Zwillinge“) bietet neue Möglichkeiten: Durch die Modellierung der kardialen Anatomie und Elektrophysiologie kann die Ausbreitung des elektrischen Impulses durch das Myokard simuliert werden, was bessere Informationen zur Identifizierung des Schwerpunkts der Arrhythmie liefert.

Was ist der Grund für den Anstieg der Tuberkulosefälle in Spanien im vergangenen Jahr?

In Spanien ist die Zahl der Tuberkulosefälle um 7 % gestiegen. Univadis Spanien hat mit einem Experten der Spanischen Gesellschaft für Mikrobiologie und Infektionskrankheiten gesprochen, um die Gründe dafür zu erfahren.

Geringe Screening-Bereitschaft bei mexikanischen Frauen mit Brustkrebsvorgeschichte

Mexikanische Frauen mit Brustkrebs in der Vorgeschichte nehmen nur unzureichend an der Vorsorgeuntersuchung auf sekundäre Krebsarten teil, was in erster Linie auf fehlende medizinische Empfehlungen zurückzuführen ist. Die Studie, bei der 52 Frauen befragt wurden, ergab, dass zwar 74 % der Teilnehmerinnen an der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorgeuntersuchung teilnahmen, aber keine von ihnen an einer Lungenkrebs-Vorsorgeuntersuchung teilgenommen hat. Dies zeigt, dass das Bewusstsein und die Beratung verbessert werden müssen. Lesen Sie mehr auf Medscape Spanien.

Postoperative Sterblichkeit in Lateinamerika: Infektionen vs. mangelnde Pflege

In einer umfassenden Analyse der Ergebnisse chirurgischer Eingriffe in Lateinamerika berichtet die LASOS-Studie, dass bei 14,6 % von über 22.000 Patientinnen und Patienten schwerwiegende postoperative Komplikationen auftraten, wobei die Sterblichkeitsrate bei 2,2 % lag. Von den Patienten, bei denen Komplikationen auftraten, starben 15,1 %, hauptsächlich aufgrund von im Krankenhaus erworbenen Infektionen, die dreimal häufiger auftraten als kardiovaskuläre Probleme. Diese Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer verbesserten postoperativen Versorgung und von Strategien zum Infektionsmanagement in dieser Region. Lesen Sie mehr auf Medscape Spanien.

Geringe Inanspruchnahme des Verhütungspflasters in Mexiko

Das Verhütungspflaster, das vor Jahrzehnten in Mexiko eingeführt wurde, wird nach wie vor viel zu wenig genutzt: Nur 2,8 % der Frauen entscheiden sich für diese Methode. Faktoren wie bürokratische Hürden, begrenzte Verfügbarkeit und falsche Vorstellungen über das Pflaster tragen dazu bei, dass es trotz seiner erwiesenen Wirksamkeit und der Verfügbarkeit von Verhütungsmethoden im öffentlichen Gesundheitswesen nur wenig genutzt wird. Lesen Sie mehr auf Medscape Spanien.

Hohes Masernrisiko auf dem amerikanischen Kontinent

In Nord-, Mittel- und Südamerika ist ein deutlicher Anstieg der Masernfälle zu verzeichnen, wobei die gemeldeten Fälle Anfang 2024 im Vergleich zum Vorjahr um das Elffache gestiegen sind. Da nur 28,6 % der Länder im Jahr 2023 eine Durchimpfungsrate von über 95 % für die erste Dosis des Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) erreichen, besteht dringender Handlungsbedarf, um die Impfbemühungen zu verbessern und gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Im Rahmen der 23. Impfwoche in Nord-, Mittel- und Südamerika betonen Gesundheitsbehörden, wie wichtig es ist, die Impflücken zu schließen. Lesen Sie mehr auf Medscape Spanien.

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