04. November 2021

Labormedizin warnt vor starkem Anstieg der PCR-Positivrate auf SARS-CoV-2

Die Positivrate bei den PCR-Tests auf SARS-CoV-2 ist in der vergangenen Woche von 8,4 auf 11,1 % drastisch gestiegen, wie der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mitgeteilt hat. Der Verband warnt vor einem „sehr dynamischen SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen” und sieht gleichzeitig „eine zurückhaltende Inanspruchnahme der PCR-Testkapazitäten.“ 1

Lesedauer: 1,5 Minuten

Insgesamt wurden laut Datenanalyse des ALM in der Woche vom 18. bis 24. Oktober 848.234 SARS-CoV-2-PCR-Tests durchgeführt, davon wurden 94.253 Tests positiv diagnostiziert. Das entspricht einer Steigerung von 42 % gegenüber der Vorwoche. Dagegen sei die Anzahl aller PCR-Tests nur um 7 % gegenüber der Vorwoche (792.286) gestiegen. An der Analyse haben nach Angaben des ALM erneut 179 Labore teilgenommen.

Zu wenige PCR-Tests von Ärzten angefordert

„In der zunehmenden Erkältungs- und Grippesaison ist es umso wichtiger, konsequent und anlassbezogen auch auf SARS-CoV-2-Infektionen zu testen“ betonte der ALM-Vorsitzende Michael Müller. Der Verband hält es mit Blick auf die weiterhin stark steigende Positivrate für sehr wahrscheinlich, dass im Verhältnis zur Erkältungswelle noch zu wenige PCR-Tests angefordert werden. Dies gelte auch für bereits vollständig geimpfte Personen.

Ausreichende Kapazitäten der Labore

„Überall wird derzeit gehustet, geröchelt und geniest, aber in den seltensten Fällen erfolgt eine fachärztliche SARS-CoV-2-Diagnostik,“ ergänzt ALM-Vorstandsmitglied Wolf Kupatt. Die akkreditierten Labore erwarten in den kommenden Wochen, auch unter Einschluss von Influenza und weiteren Erregern akuter fieberhafter Atemwegserkrankungen, einen erhöhten Bedarf an PCR-Untersuchungen. Die Labore seien laut Verband dafür gut gerüstet.

Der Verband appellierte an die Bevölkerung sich, ob ungeimpft oder geimpft, bei Symptomen wie Husten und Fieber oder auch bei leichteren Erkältungssymptomen testen zu lassen. Das gelte vor allem dann, wenn es Kontakt zu SARS-CoV-2-Infizierten gab oder nach einer Teilnahme an Veranstaltungen. „Bei Symptomen ist ein solcher Test auch weiterhin kostenfrei und Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, um sich selbst und andere zu schützen,“ unterstrich Nina Beikert aus dem ALM-Vorstand.

Dieser Beitrag ist im Original auf Univadis.de erschienen.

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