23. Oktober 2020

So rechnen Sie Corona-Schnelltests ab

Immer mehr Menschen benötigen beruflich oder privat einen Corona-Test. Somit haben sich die Praxen auf dieses Anforderungsmerkmal eingestellt und bieten nicht nur die Abstrichentnahme, sondern auch verschiedene Schnelltests an.

Lesedauer: 1 Minute

Aktuell gibt es folgende etablierte Testverfahren

  • Die sogenannten PCR-Tests dienen dem direkten Erregernachweis, die Proben werden in Laboren analysiert
  • PCR-Schnelltests nutzen die gleiche Methode, allerdings vereinfacht und sind etwas ungenauer
  • Antigentests können den Erreger ebenfalls direkt nachweisen
  • Antikörpertests dienen vorwiegend dem Nachweis einer abgelaufenen Infektion, da der Körper bereits Antikörper gegen den Erreger gebildet hat.

Abrechnung von Schnelltests

Bei allen Tests sind die Auslagen bereits in der GOÄ-Ziffer enthalten und können nicht gesondert abgerechnet werden. Eine Erstattung der Schnelltests (außer PCR-Test) ist durch die Krankenversicherung nicht gesichert.

Der Einkaufspreis und die danach verbleibende Gewinnspanne sollten in einem adäquaten Verhältnis zueinander stehen. Bei einem Einkaufspreis für Antikörper- und Antigenschnelltest, der derzeit bei ca. 7 bis 12 Euro liegen dürfte, erscheint die Leistungsziffer nach Nummer 4636 durchaus gerechtfertigt. Auch die Analogbewertung nach den Nummern 4648 oder 4644 ist denkbar.

Sollte der Patient eine Bescheinigung für den Arbeitgeber benötigen, ist an die Ziffer 70 zu denken.

Abrechnung von Zusatzleistungen

Die Laborleistungen können selbstverständlich nur von dem Arzt berechnet werden, welcher die Leistungen erbringt.

Antigentests: BfArM-Liste

Alle Hersteller der Antigentests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 finden Sie in der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)>> Die Liste wird kontinuierlich aktualisiert und beinhaltet die entsprechenden Tests zur professionellen Anwendung, die sich nach aktueller Kenntnis des BfArM in Deutschland in Verkehr befinden und laut den Herstellerangaben die durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Abstimmung mit der Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen.

*Dieser Artikel ist nach bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel, der in ihm behandelten Materie machen es jedoch erforderlich, Haftung und Gewähr auszuschließen.

Über die Autorin:
Yvonne Römer ist Praxismanagerin und Teamleiterin des Abrechnungsservices der Ärztlichen Verrechnungsstelle Büdingen GmbH.

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Bildquelle: © gettyImages/Taechit Taechamanodom

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