22. Juli 2021

Azithromycin zeigt bei Covid-19 keinen Vorteil

Die Einmalgabe von Azithromycin scheint anders als gehofft nicht dazu beizutragen, dass ambulante Patienten mit Covid-19 schneller wieder gesund werden.1

Lesedauer: 1 Minute

Zu diesem Ergebnis kommt eine randomisierte Studie mit 263 ambulanten erwachsenen Patienten (im Mittel 43 Jahre) mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion, die nach einer 2:1-Randomisierung entweder Azithromycin (1,2 g) oder Placebo erhielten. Nach 14 Tagen wurde verglichen, wie viele Patienten zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben symptomfrei waren.

Das Ergebnis: Der Anteil von symptomfreien Patienten lag in beiden Gruppen gleichermaßen bei 50 %. Auch bei den 23 vorab definierten sekundären klinischen Endpunkten zeigten sich kaum Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Die Autoren kommen daher zu dem Schluss, dass die Einmalgabe von Azithromycin bei Covid-19 weitgehend wirkungslos ist und keinen Eingang in die Routineversorgung finden sollte.

  1. Catherine E. Oldenburg et al; Effect of Oral Azithromycin vs Placebo on COVID-19 Symptoms in Outpatients With SARS-CoV-2 Infection – A Randomized Clinical Trial; JAMA (2021); doi:10.1001/jama.2021.11517

Bildquelle: © gettyImages/Hailshadow

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