23. Februar 2022

Novavax-Impfstart: 10 Tipps für die Praxis

Ab dieser Woche steht erstmals der Covid-19-Impfstoff Nuvaxovid® (Novavax) zur Verfügung. Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) rechnet zu Beginn mit 1,4 Millionen Dosen. Im gesamten Jahr sollen es rund 34 Millionen Dosen werden. Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Lesedauer: 1 Minute

  1. Wie ist der Impfstoff zusammengesetzt? Novavax enthält gentechnologisch hergestelltes SARS-CoV-2-Spikeprotein und das Adjuvans Matrix-M. Die Technologie kommt bei zahlreichen Vakzinen unabhängig von COVID-19 zum Einsatz.
  2. Wie effektiv ist Novavax? Laut EMA lag die Effektivität in den Zulassungsstudien bei 90%, bezogen auf symptomatisches COVID-19. Zum Zeitpunkt der Untersuchungen zirkulierte Omikron allerdings noch nicht in nennenswertem Maße.
  3. Welche Nebenwirkungen treten auf? Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen wurden in den Studien beobachtet.
  4. Wie hoch ist das Allergierisiko gegen die Inhaltsstoffe? Allergische Reaktionen gegen das Protein oder das Adjuvans sind möglich. Allerdings liegen noch zu wenige Daten vor, um seltene Ereignisse zu beurteilen. Real-World-Daten werden – wie bei anderen Vakzinen auch – von der EMA regelmäßig analysiert.
  5. Wo wird Novavax verimpft? Laut PZ wird das Vakzin an die Bundesländer verteilt. Dort kommt es in Impfzentren zum Einsatz. Niedergelassene Ärzte oder Apotheker, die impfen, werden dieses Vakzin zu Beginn noch nicht erhalten.
  6. Wer kann mit Novavax geimpft werden? Die STIKO empfiehlt das Vakzin für Personen ab 18 Jahren.
  7. Welche Einschränkungen gibt es? Novavax sollte momentan nicht in der Schwangerschaft und der Stillzeit eingesetzt werden.
  8. Welcher Abstand ist einzuhalten? Der Mindestabstand zwischen den 2 Impfungen liegt bei 3 Wochen. 
  9. Sind Auffrischungsimpfungen mit Novavax möglich? Derzeit nicht; das Vakzin ist dafür noch nicht zugelassen.
  10. Welche Vorteile erwarten Experten speziell von Novavax? Experten hoffen, dass der proteinbasierte Impfstoff Personen überzeugen könnte, die mRNA-Vakzine ablehnen. Ob sich dies bewahrheiten wird, ist eine andere Frage.

Dieser Beitrag erschien im Original bei Medscape.

Bildquelle: Foto 1369105 © Lyn Baxter  Dreamstime.com

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