Seltsam deformierte Finger

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Eine 63-jährige Frau aus Japan wird an eine neurologische Klinik überwiesen, da ihre Handbewegungen eingeschränkt und ihre Finger deformiert sind (Abb.1a). Es bestehen keine Schwellungen, Druckempfindlichkeit, Hautveränderungen oder Erwärmung. Es liegen keine Heberden- und Bouchard-Knoten vor. Alle anderen großen Gelenke sind ohne auffälligen Befund.1
Bei der körperlichen Untersuchung stellt der behandelnde Arzt eine Bradykinesie mit kurzen Schritten und ein linksseitiges Zahnradphänomen fest. Im Labor werden folgende Parameter erhoben:
- C-reaktives Protein
- Erythrozytensedimentationsrate
- Rheumafaktor
- Antikörper gegen citrullinierte Proteine (APCAs)
- Antinukleäre Antikörper
- Sm-Antikörper
- Matrix-Metalloprotease-3
Alle Werte liegen im Referenzbereich.
Röntgenaufnahmen zeigen keine offensichtlichen Knochenerosionen oder verengte Gelenkspalte (Abb. 1 b & c). Ein MRT des Gehirns zeigt leichte fokale ischämische Läsionen in der weißen Substanz.
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