05. Juni 2020

Rapide wachsende Stenose mit ungewöhnlicher Ursache

Eine 72-jährige Frau wird zunehmender Dyspnoe in die Klinik gebracht. Zu ihren Vorerkrankungen zählen Mitralklappeninsuffizienz, Vorhofflimmern, COPD und eine Hyperthyreose. Zur Antikoagulation nimmt sie Apixaban ein.1

In der Computertomographie zeigt sich ein 11 mm großer subpleuraler Knoten im linken unteren Lungenlappen. Eine Positronenemissionstomographie weist auf eine Fluordesoxyglukose-Aufnahme des Knotens und der Hiluslymphknoten hin. Eine transbronchiale Biopsie des Lymphknotens bringt die Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms.

Die transthorakale Echokardiographie zeigt eine erhaltene linksventrikuläre Pumpfunktion, eine moderate bis schwere Mitralklappeninsuffizienz und eine moderate Mitralklappenstenose. Nach einer interdisziplinären Besprechung entscheiden sich die Ärzte aufgrund des geschwächten Zustands der Patientin gegen eine aktive Therapie.

5 Monate später hat sich die Dyspnoe weiter verschlechtert und ein peripheres Ödem besteht. In der transthorakalen Echokardiographie sehen die Ärzte verdickte Mitralklappensegel, die eine schwere Stenose verursachen und eine schwere rechtsventrikuläre systolische Dysfunktion. Eine anschließende transösophageale Echokardiographie offenbart eine große Masse, die sich zwischen den Segeln der Mitralklappe ausbreitet.

  1. McBriar D et al. Image of the month: Rapidly evolving mitral stenosis: an unusual case of endocarditis. Clinical Medicine 2020; 20(3): 301-303.

Hinweis der Redaktion: Unser Quizformat “Bild der Woche” basiert auf einem realen Patientenfall, der erstmals im Clinical Medicine Journal des Royal College of Physicians veröffentlicht und uns freundlicherweise überlassen wurde.

The Royal College of Physicians has not checked the accuracy of this translation. Before making any clinical use of this material, please refer to the original version.

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