19. Februar 2021

Ungewolltes Reisesouvenir?

Eine 67-jährige Frau aus England kommt zu einer elektiven Entfernung eines rechtsseitigen spheno-orbitalen Tumors in die Klinik. Seit 2 Monaten leidet sie unter zunehmender Unruhe, mehrmaligen Stürzen, rechtsseitige Kopfschmerzen, Diplopie und Verwirrung. Präoperativ erhält sie hoch-dosierte Kortikosteroide zur Behandlung tumor-assoziierter Ödeme.1

Während der Operation kommt es zu keinen Komplikationen. Die Histologie weist ein atypisches Meningeom (Grad II), mit Invasion des Weichgewebes. Post-operativ erscheint die Patientin bleich und eine Tachypnoe tritt auf.

Eine CT-Angiographie offenbart große bilaterale, periphere Kavitäten, ebenso eine Lungenembolie im rechten oberen Lappen.(Abb.1) Es wird eine Bronchoskopie durchgeführt, außerdem eine bronchoalveoläre Lavage. Diese weist eine Pneumocystis-Pneumonie nach (DNA-Test), die Patientin erhält 2 Wochen Cotrimoxazol.

Trotz der Behandlung treten Symptome wie allgemeines Unwohlsein, trockener Husten und intermittierende Verwirrung auf, auch die Entzündungsparameter sind hoch. Die Ärzte entnehmen eine Lungenbiopsie. Histologisch ist eine Gewebsnekrose und histolytische Reaktionen, außerdem multiple große, dickwandige Kugeln. (Abb.2)

Außerdem stellen die Mediziner weitere Fragen zur Anamnese, unter anderem gibt die Frau an seit über 15 Jahren jedes Jahr nach Phoenix, Arizona zu reisen.

  1. Oluwabusola M et al.Image of the month:The conundrum of chronic coccidioidomycosis. Clinical Medicine 2021; 21(1): e110-e111.

Hinweis der Redaktion: Unser Quizformat “Bild der Woche” basiert auf einem realen Patientenfall, der erstmals im Clinical Medicine Journal des Royal College of Physicians veröffentlicht und uns freundlicherweise überlassen wurde.

The Royal College of Physicians has not checked the accuracy of this translation. Before making any clinical use of this material, please refer to the original version.

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