Der Bauarbeiter mit der Pfahlramme

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Ein 28-jähriger Bauarbeiter, der häufiger mit einer Pfahlramme arbeitet, stellt sich in einer Klinik in Dublin vor, da er unter akuter, schnell voranschreitender beidseitiger Schwäche der Beine und einem Harnverhalt leidet. Die Untersuchung zeigt eine normale Funktion der Hirnnerven, eine leichte spastische Paraparese, ein T10-Rückenmark-Sensibilitätsniveau für leichte Berührung, Nadelstiche und Temperatur, aber intakte Propriozeption und Vibrationsempfindung.1
Serielle Magnetresonanztomographien (MRT) der Wirbelsäule über 6 Tage zeigten eine sich entwickelnde Infarzierung des unteren Brustwirbelkörpers und Rückenmarks, mit zunehmendem leichtem Bandscheibenvorfall (Abb.1).
Dabei zeigte sich anfänglich eine Diskrepanz zwischen den klinischen Befunden einer Infarzierung im Versorgungsgebiet der Arteria spinalis anterior und den hauptsächlich posterioren Signalveränderungen des Rückenmarks im MRT (Abb. 1a-d).
Umfassende hämatologische, biochemische, mikrobiologische, Autoantikörper- und arterielle sowie venöse Thrombophilie-Screenings waren normal. Die Untersuchung der Cerebrospinalflüssigkeit, axiale T1-fettgesättigte MRT der Halsarterien, CTA der extrakraniellen Arterien, der Brust- und Bauchaorta, ein transösophageales Echokardiogramm und 24-Stunden-Holter-Monitor waren unauffällig. Er wurde empirisch mit einer Aspirin-Monotherapie und Medikamenten gegen neuropathische Schmerzen begonnen.
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