31. Oktober 2019

Fehldiagnosen: 5 brisante Fälle

Die aktuelle Behandlungsfehler-Statistik zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland durch einen Behandlungsfehler zu Schaden zu kommen, im Promillebereich liegt. 1,2 Im neuen Jahr plant die deutsche Politik, unter dem Druck von Patientenschützern und Krankenkassen, die Rechte von Patienten gegenüber Behandlern zu stärken. Hier finden Sie fünf spannende Fälle aus unserem Archiv.

Bei einem adipösen Patienten wird trotz verschiedener Symptome und mehrerer Besuche bei Haus- und Fachärzten die infauste Diagnose erst sehr spät gestellt. Die Ärzte hatten sich fälschlicherweise auf die Gewichtsproblematik fokussiert.

Nach einer schwerwiegenden Fehldiagnose am Telefon will die Stadt Herne einem Schlaganfall-Patienten 50 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Leitstellen-Mitarbeiter der Feuerwehr habe beim Notruf eine Rückenproblematik vermutet.

Eine Befragung amerikanischer Ärzte brachte Unglaubliches zu Tage: Die meisten Befunde, die die US-Mediziner übersehen hatten, beruhten auf fehlender Sorgfalt bei der körperlichen Untersuchung.

Dieser Fall des Frankfurter Oberlandesgerichts zeigt anschaulich, wie sich ein scheinbarer Routineeinsatz – Touristin mit Fieber – zu einer rechtlich relevanten Angelegenheit entwickeln kann.

Manche Erlebnisse im Laufe einer Arztkarriere vergisst man nie. So ergeht es auch einer Internistin, die bei Patienten mit unklaren Rückenschmerzen an jenen Nachtdienst zu Beginn ihrer Karriere denken muss.

  1. Bundesärztekammer: Behandlungsfehler-Statistik der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen 2018.
  2. Pressemitteilung der Bundesärztekammer: Crusius: „Zahl der Behandlungsfehler im Promillebereich“

Bilder:
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