07. September 2019

Teil 2

Tauchunfälle: Behandlung in der Druckkammer

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die weitere Behandlung schwerer Tauchunfälle mittels einer therapeutisch nutzbaren Druckkammer.

Lesedauer: 1 Minute

Der folgende Beitrag basiert auf dem Artikel „Tauchunfälle” aus der Zeitschrift Notfall + Rettungsmedizin und der S2k-Leitlinie Tauchunfall. Redaktion: Marc Fröhling

Vor Beginn der Druckkammerbehandlung

Der Transport zur nächstgelegenen Druckkammer per Rettungshubschrauber, -wagen oder Boot hat möglichst schnell und schonend zu erfolgen. Die Applikation mit möglichst hoch konzentriertem Sauerstoff ist während des Transports lückenlos fortzusetzen. Vor Beginn einer hyperbaren Oxygenierung in einer Druckkammer muss ein Pneumothorax des Patienten ausgeschlossen oder gegebenenfalls entlastet werden.1,2

Therapeutisch nutzbare Druckkammer: Hyperbare Oxygenierung ist der Goldstandard

Das Ziel der Druckkammerbehandlung ist es, dem Patienten durch die Gabe von reinem Sauerstoff unter erhöhtem Druck zu ermöglichen, den Stickstoff aus dem Gewebe abzuatmen. Hierzu wird in der Kammer der Luftdruck der Tiefe des verunglückten Tauchgangs hergestellt und langsam wieder abgesenkt. Evidenz für eine weiterführende medikamentöse Therapie besteht aktuell nicht. 1,3 Die Standardbehandlungstabelle für eine hyperbare Oxygenierung ist die „US Navy Treatment Table 6″. Die Behandlung wird bei vollständiger und anhaltender Symptomfreiheit beendet. Nach der Druckkammerbehandlung ist eine 24-stündige Überwachung des Verunfallten und auch seines Tauchpartners nötig.

Bei einem 73-Jährigen kommt es während eines Tauchlehrgangs plötzlich zu Bewusstlosigkeit und er muss reanimiert werden. Zum Beitrag >>

1. Tauchunfälle. Aspekte der prä- und innerklinischen Notfallversorgung. Claus, J. et al. Notfall + Rettungsmedizin; Volume 21, November 2018; Seite 615-626.
2. S2k-Leitlinie Tauchunfall. Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V./Schweizerische Gesellschaft für Unterwasser- und Hyperbarmedizin. Erstellt am 01.10.2014; gültig bis zum 01.10.2019.
3. Das ist bei Tauchunfällen zu tun. ÄrzteZeitung. Starostzik, Christine; 08.06.2019.

Titelbild: © Getty Images/edwardolive

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