
Eine Osteoporose sollte möglichst nicht erst erkannt werden, wenn sie bereits zu Frakturen geführt hat. Neben dem Alter und der Menopause sind verschiedene Risikofaktoren bekannt, die sich negativ auf die Knochengesundheit auswirken können. Die fünf wichtigsten sind hier aufgeführt.
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Autorin: Maria Weiß
Die in den ersten 20 Lebensjahren erreichte Spitzenknochenmasse ist zu einem hohen Anteil genetisch bedingt. Startet man hier bereits niedrig, ist das Osteoporose-Risiko im höheren Alter erhöht.
Bestimmte chronische Erkrankungen können in jedem Lebensalter die Spitzenknochenmasse negativ beeinflussen. Dazu gehören
Zudem gibt es zahlreiche Medikamente wie SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), einige Antiepileptika, Protonenpumpeninhibitoren, Gonadotropinagonisten, Glitazone und Kortikosteroide, die den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen und mit einem erhöhten Osteroporoserisiko einhergehen.
Viele inflammatorische Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, Sjögren-Syndrom, Zöliakie und Colitis ulcerosa gehen mit einem erhöhten Osteoporoserisiko einher. Zahlreiche Faktoren wie vermehrte Knochenresorption unter chronisch inflammatorischen Bedingungen, gestörte Calciumaufnahme und Medikamente tragen dazu bei.
Auch ein Diabetes mellitus wirkt sich über zahlreiche Faktoren negativ auf die Knochenmineraldichte aus – das gilt insbesondere bei einer schlechten Blutzuckereinstellung.
Immer mehr deutet darauf hin, dass Menschen mit einer Schlafdauer unter fünf Stunden eine reduzierte Knochenmineraldichte aufweisen. Mögliche Ursachen könnten ein gestörter circadianer Rhythmus mit Auswirkungen auf die Hormonregulation, verminderte körperliche Aktivität und chronische Inflammation sein. Auch ein Schlaf-Apnoe-Syndrom wirkt sich negativ auf die Knochendichte aus.