10. Juli 2020

Mückenstiche behandeln – Tipps Ihrer Kollegen  

Mückenstiche einfach und effektiv behandeln: In diesem Beitrag haben wir die besten Tipps Ihrer Kollegen aus dem Forum zusammengefasst.

Lesedauer: 2,5 Minuten

Dieser Beitrag basiert auf dem Forumsthread „Mückenstich-Reaktionen: Therapie“ von coliquio-Mitglied magr-atami. Redaktion: Marc Fröhling

Wärmeapplikation: Thermostift & die kostengünstigere Variante

dr_knock aus der Inneren Medizin hat sehr gute Erfahrungen mit einem Thermostift, Modell „Biteaway“ gemacht. Um Jucken und größere Reaktionen zu vermeiden, sollte dieser direkt nach dem Stich auf die Haut gehalten werden.
netepp aus der Psychologischen Psychotherapie empfiehlt Stifte, die mit Hitze anstelle von elektrischen Impulsen wirken.
Eine kostengünstigere Variante hat dudeldoc aus der Laboratoriumsmedizin parat: Statt einem Thermostift kann ein mit einem Heißgetränk oder einem Feuerzeug angewärmter Teelöffel auf den Stich gedrückt werden. Treten Juckreiz und Rötung erneut auf, wird ein Umschlag mit Essigwasser empfohlen.
klasreblta aus der Allgemeinmedizin empfiehlt bei schweren Reaktionen auf Kriebelmücken ebenfalls Hitze als Sofortmethode, im Anschluss topisch Antiallergika und Kühlung. Kommt eine bakterielle Superinfektion hinzu, rät klasreblta zu Fucicort Creme oder 1000 mg Azithromycin p.o.

Heftpflaster bei Mückenstichen: Dr. Jürgen F. Kreusch, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, stellt hier eine einfache und effektive Behandlungsmethode gegen Mückenstiche vor.
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Folgekomplikationen vermeiden

juazeiro aus der Allgemeinmedizin empfiehlt bei Stichen mit atypischem Verlauf und starkem Juckreiz die Gabe von Lorotadin 10 mg, um die Schwellung zu minimieren. Außerdem soll dies dabei helfen, einer möglichen bakteriellen Superinfektion vorzubeugen.
Kommt es zu einer überschießenden Lokalreaktion auf das Toxin/Gift, empfiehlt henhofm aus der Dermatologie für 3-4 Tage Fucicort.
alesido, ebensfalls aus der Dermatologie, gibt Empfehlungen bei bullösen und verstärkten Insektenstichreaktionen, bei denen Hausmittel oder Thermostifte fehl am Platz wären. Blasen sind demzufolge antispeptisch, ähnlich kleiner Brandblasen, zu behandeln. Sind größere Flächen betroffen, rät alesido zu systematischen Antihistaminika.

Allgemeinmediziner helhajoe weiss von einer erfolgreichen Studie zu berichten, in der auf Mückenstiche sofort Tesafilm geklebt wurde, um das Kratzen und damit eine Entzündung zu verhindern. Gegen überschießende Reaktionen nach Mückenstichen empfiehlt rosmwoias Calzium-Brause. rosmwoias aus der Zahnmedizin benutzt gegen den Juckreiz ein Stück durchsichtiges Pflaster oder einen Klecks farblosen Nagellack.

Weitere Tipps & Erfahrungen

docmoe aus der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde & Allergologie hat einen Tipp, der ursprünglich bei Bienen- oder Wespenstichen Anwendung findet: Umgehend nach dem Stich wird eine befeuchtete Aspirintablette auf die betroffene Stelle gelegt und mit Pflaster befestigt, was selbst bei hochgradigen Allergikern helfen sollte. Naturheilkundliche Tipps hat cladnbrat aus der Psychologischen Psychotherapie: Aufgelegte Spitzwegerichblätter helfen demzufolge gegen Juckreiz, bei akuten Stichen kann eine halbierte, auf den Stich gelegte Zwiebel Abhilfe schaffen.

condorpasa aus der Allgemeinmedizin empfiehlt für 2-3 Tage die Anwendung von Rivanol-Salbe.
lanatch aus der Dermatologie zur Linderung Diprogenta unter Frischhaltefolie – zwei Mal täglich für 30 bis 60 Minuten.

tmlaerp aus der Dermatologie rundet die Diskussion ab und weist auf den Variantenreichtum möglicher Reaktionen auf Insektenstiche hin. Insbesondere macht tmlaerp auf verzögert auftretende Symptome aufmerksam. Gerade beim Nachweis von entzündlichen Filtraten, wäre die rationale Therapieform ein entzündungshemmendes Medikament, wie beispielsweise Corticosteroide.

1. coliquio-Thread vom 29.06.2020: „Mückenstich-Reaktionen: Therapie“.
Titelbild: © Getty Images/Kwangmoozaa

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