10. Januar 2020

Umfrageergebnisse 2019

Gehalt, sexuelle Belästigung & Grippe-Impfung: So denken Ihre Kollegen

Wir haben für Sie die interessantesten Abstimmungsergebnisse des vergangenen Jahres aus coliquio-Beiträgen gesammelt. Lesen Sie hier, wie Ihre Kollegen zu medizinischen und gesellschaftlichen Themen stehen.

Lesedauer: 3,5 Minuten

Der folgende Beitrag basiert auf Abstimmungsergebnissen aus coliquio-Beiträgen mit reger Teilnahme. Redaktion: Marc Fröhling

Empfinden Sie Ihr Gehalt im internationalen Vergleich als fair und angemessen?

Abb.1: Gehälter international; 1241 Teilnehmer.

Der Medscape international Compensation Report 2019 vergleicht die Arztgehälter 7 großer Nationen. Das Ergebnis: US-Ärzte verdienen am meisten – bei der teuersten Ausbildung. Wir wollten von Ihnen wissen: Empfinden Sie Ihr Gehalt im internationalen Vergleich als fair und angemessen? 44,8 % der Umfrageteilnehmer konnten dies bejahen, 50,2 % dagegen sind nicht zufrieden mit ihrem Gehalt.
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Wurden Sie durch Kollegen oder Patienten sexuell belästigt?

Abb.2: Sexuelle Belästigung; 1223 Teilnehmer.

Fast jeder 6. Arzt oder Ärztin hat in den vergangenen drei Jahren sexuelle Übergriffe an seinem Arbeitsplatz erlebt oder bei Kollegen beobachtet, so die Ergebnisse eines aktuellen Medscape-Reports. Eine coliquio-Umfrage zeigt ein ähnliches Ergebnis: Jeder 5. Teilnehmer wurde bereits Opfer sexueller Belästigung am Arbeitsplatz: 15,3 % der abstimmenden Ärzte gaben an, regelmäßig durch Kollegen oder Patienten sexuell belästigt zu werden, bei 7,4 % war dies einmalig der Fall.
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Waren Sie bereits von Arznei-Lieferengpässen betroffen?

Abb.3: Arznei-Lieferengpässe; 1473 Teilnehmer.

Lieferengpässe für Arzneimittel nehmen zu: In Deutschland ist dies bei hunderten Medikamenten der Fall. Darunter befinden sich auch wichtige Krebsmedikamente. 73,8 % Ihrer Kollegen waren bereits mehrmals von Arznei-Lieferengpässen betroffen, weitere 20,4 % in seltenen Fällen. Nur 5,8 % hatten noch nie Engpässe zu beklagen. In einem Kommentar erörtert Ihr Kollege Dr. med. Horst Gross mögliche Ursachen.
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Sollte die Leichenschau nur noch durch speziell dafür qualifizierte Ärzte durchgeführt werden?

Leichenschau; 485 Teilnehmer.

Häufig werden Totenscheine in Deutschland von Ärzten ausgestellt, die nach Einschätzung von Experten wenig Erfahrung mit der Leichenschau haben. Möglicherweise bleiben so Verbrechen unentdeckt. Daher sind 81,9 % der Umfrageteilnehmer der Meinung, dass die Leichenschau nur noch durch speziell dafür qualifizierte Ärzte durchgeführt werden sollte, wie es bereits in Österreich der Fall ist. Nur 16,3 % sind der Meinung, dass weiterhin jeder Arzt dazu verpflichtet sein sollte.
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Könnte der „Klinikkahlschlag“ in Deutschland tatsächlich durchgesetzt werden?

Abb.5: „Klinikkahlschlag“; 1675 Teilnehmer.

Laut der Bertelsmann-Stiftung könnte die Hälfte aller Kliniken in Deutschland geschlossen werden. Jeder zweite Patient gehöre überhaupt nicht in ein Krankenhaus, alle kleineren Kliniken sollten schließen. 61,5 % Ihrer Kollegen sind davon überzeugt, dass der „Klinikkahlschlag“ in Deutschland tatsächlich durchgesetzt wird. 37,1 % glauben dagegen nicht, dass es so weit kommen wird. Was sich hinter dem Vorstoß der Bertelsmann-Stiftung verbirgt, erläutert Ihr Kollege Dr. med. Horst Gross in einem Kommentar.
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Arztkittel oder Kasack? Wie verhalte ich mich bei der Begegnung Patienten in der Freizeit? 13 weitere Umfrageergebnisse aus dem Jahr 2019.

Lassen Sie sich dieses Jahr gegen Influenza impfen?

Abb.6: Influenzaimpfung; 1393 Teilnehmer.

Die OKaPII-Studie des RKI zeigte im Jahr 2017 eine Impfquote von 61 % unter Ärzten. Für die Grippesaison 2019/20 gaben 88,9 % der coliquio-Ärzte an, sich impfen zu lassen. Bringen Sie jetzt Ihr Wissen über aktuelle Fakten zur Influenza und der Impfung dagegen auf den neuesten Stand.
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Hatten Sie bereits Konfliktsituationen aufgrund störender Handynutzung in der Praxis?

Abb.7: Handynutzung; 504 Teilnehmer.

Die Nutzung von Smartphones in der Arztpraxis sowohl durch Angestellte als auch durch Patienten ist immer wieder ein Thema im coliquio-Forum. 28,4 % Ihrer Kollegen haben bereits Konfliktsituationen aufgrund störender Handynutzung durch Patienten erlebt, bei 16,1 % fielen sowohl die Mitarbeiter als auch Patienten negativ auf. 11,4 % fühlten sich ausschließlich durch die Handynutzung ihrer Mitarbeiter gestört.
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Welche Tipps sind in Ihren Augen hilfreich für eine Arztehe?

Abb.8: Glückliche Beziehung; 575 Teilnehmer (Mehrfachauswahl möglich).

Ist in einer Beziehung mindestens einer der Partner Arzt, kann dies das Zusammenleben vor besondere Herausforderungen stellen. Die Schlüssel für eine glückliche Beziehung sind in den Augen Ihrer Kollegen vor allem gemeinsame Zeit mit dem Partner (84,9 %), Zuhören (77 %) und Ehrlichkeit 69,7 %). Die Ehetipps älterer Kollegen erachten dagegen lediglich 6,8 % der Teilnehmer als hilfreich.
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Wie handhaben Sie es mit Fluorchinolonen?

Abb.9: Fluorchinolone; 546 Teilnehmer.

Der Einsatz von Flourchinolonen sorgt immer wieder für neue Diskussionswellen in den Medien. Für 7,5 % der Umfrage-Teilnehmer sind Fluorchinolone bei Infektionen Mittel der Wahl. Drei Viertel Ihrer Kollegen verschreiben Fluorchinolone nur in Ausnahmefällen. 10,6 % warnen dagegen vor deren Einsatz und verordnen sie nie.
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Haben Sie rechtliche Bedenken bei Erste-Hilfe-Leistungen im Ausland?

Abb.10: Erste Hilfe im Ausland; 1826 Teilnehmer.

Auch in der Freizeit, auf dem Weg in den Urlaub oder bereits am Urlaubsort angekommen kann plötzlich nach einem Arzt verlangt werden. Fast die Hälfte Ihrer Kollegen hat hierbei jedoch rechtliche Bedenken. 13,5 % haben zumindest noch nie darüber nachgedacht. Nur 37,8 % ihrer Kollegen würden in einem Notfall im Ausland bedenkenlos handeln.
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Titelbild: © Getty Images/andrei_r

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