12. Mai 2022

Blickdiagnose

Ausgeprägtes Exanthem bei 40-Jähriger

Eine 40-jährige Patientin stellt sich mit zunehmendem, juckend-brennendem Hautausschlag in der allgemeinmedizinischen Praxis vor. Es besteht ein Morbus Crohn, der bis zu einem Auslassversuch kurz zuvor mit dem monoklonalen Antikörper Adalimumab behandelt wurde. Sie berichtet, seit zehn Tagen unter Arthralgien, Myalgien, Fieber bis 39,6°C und starker Abgeschlagenheit zu leiden. Sie ist nach STIKO-Empfehlungen geimpft, inklusive zweier Impfungen gegen SARS-CoV-2. Die Beschwerden wurden bisher symptomatisch mit Novaminsulfon und Bettruhe behandelt.1

Lesedauer: 1 Minute

Dieses Bild aus der klinischen Medizin wurde im Hamburger Ärzteblatt 02/2022 veröffentlicht. Autorinnen: Kristin Engelhardt und Dr. Katharina Schmalstieg-Bahr, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Redaktionelle Bearbeitung: Dr. Nina Mörsch.

Bei der Untersuchung zeigt sich ein kleinfleckiges, teils konfluierendes und papulöses Exanthem, das sich beginnend an den beugeseitigen Unterarmen (Abb. 1) binnen 7 Tagen auf den gesamten Körper (Abb. 2 und 3) ausgebreitet hat – mit Ausnahme der behaarten Kopfhaut und der Schleimhäute. Es besteht keine Lymphadenopathie, laborchemisch zeigen sich keinerlei richtungsweisende Befunde (Leukozyten, CRP, Transaminasen, EBV- und CMV-Serologie sind normwertig). Zwei PCR-Testungen auf SARS-CoV-2 bleiben negativ. Es erfolgt eine dermatologische Mitbeurteilung.

In Zusammenschau der Befunde wird die Diagnose eines ausgeprägten Exanthems nach viralem, nicht weiter klassifiziertem Infekt gestellt und die symptomatische Behandlung mit Cetirizin 10 mg bis 4-mal täglich als Off-Label-Use, Optiderm Lotio und Novaminsulfon nach Bedarf fortgesetzt. Von den ersten Läsionen bis zur schuppigen Abheilung des Exanthems vergehen zwei Monate.

  1. Ausgeprägtes Virusexanthem; Hamburger Ärzteblatt; 21.02.2022.

Bildquelle: © gettyImages/IHUAN

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