24. September 2021

Donnerschlagskopfschmerzen nach Masturbation – was steckt dahinter?

Ein 51-jähriger Mann wird mit infolge eines Orgasmus plötzlich auftretenden starken Kopfschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert. Wie kann ihm das Ärzteteam helfen? 1

Lesedauer: 1 Minute

Dieser Artikel basiert auf einem Fallbericht, der im Journal of Stroke and Cerebrovascular Diseases veröffentlicht wurde. Redaktion: Dr. Linda Fischer

Fallbeschreibung

Ein 51-jähriger Mann wird mit starken Kopfschmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert. Er ist unverheiratet und masturbiert mehrmals am Tag. Er berichtet von einem plötzlich beim Orgasmus auftretenden, starken, pochenden Schmerz, hauptsächlich im linken vorderen Bereich des Schädels, wobei die Kopfschmerzen innerhalb einer Minute ihren Höhepunkt erreichten. Nach dem Kopfschmerz musste der Mann mehrfach erbrechen.

Die Befunde

Bei der Aufnahme in das Krankenhaus ist der Patient orientiert, sein Blutdruck beträgt 118/58 mmHg, der Puls 70 Schläge pro Minute. Die Gehirn-Computertomographie zeigt eine akute Subarachnoidalblutung in der linken Hemisphäre (Fisher-Grad III) (Abb. A), fokale neurologische Defizite gibt es nicht (Hunt und Hess Grad II). Die Notfall-Angiographie zeigt keine eindeutige Blutungsquelle, außer einer möglichen Dilatation der linken inneren Karotisarterie (Abb. D,E).

Eine Stenose der kortikalen Äste ist nicht erkennbar (Abb. B-E). Der Patient wird konservativ behandelt. Die Magnetresonanz (MR)-Angiographie am zweiten Tag des Krankenhausaufenthalts zeigt keine segmentale Stenose der Hirngefäße (Abb. F). Befunde einer MR-Aufnahme der Wirbelsäule deuten auf keine Gefäßanomalien hin (Abb. G).

Lesen Sie im zweiten Teil des Beitrags die Diagnose und medizinische Hintergründe zu diesem Fall.

  1. Oomura M et al.: „Development of Internal Carotid Artery Dissection During Masturbationin the Journal of Stroke and Cerebrovascular Diseases (2021)

Bildquelle: © Getty Images/Rossella De Berti

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