13. September 2019

Interaktiver Fallbericht

Virale Meningitis, aber welches Virus?

Die Liquoranalyse spricht für eine virale Meningitis, doch welcher Erreger ist der Auslöser? Nach der überraschende Entdeckung planen die Ärzte die weitere Therapie.1

Lesedauer: 1 Minute

Laborergebnisse führen zur Diagnose

Die Untersuchung des Liquors zeigt eine Erhöhung der Leukozyten. Da keine roten Blutkörperchen oder eine Gelbfärbung zu sehen sind, wird eine Subarachnoidalblutung ausgeschlossen. Aufgrund der Dominanz von Lymphozyten vernachlässigen die Ärzte eine bakterielle Meningitis.

Der leicht erhöhte Proteinspiegel und der normale Liquor/Serum-Glukose-Quotient sprechen am ehesten für eine virale Meningitis und weniger für eine Entzündung, die durch Tuberkulose-Bakterien oder Pilze ausgelöst wird.

Die weiteren Untersuchungen ergeben negative Befunde in Bezug auf eine Gram-Färbung, eine Bakterien- und eine Pilzkultur, sowie eine Testung auf Syphilis. In einer PCR-Analyse (Polymerase Chain Reaction) werden weitere Bakterien- und Virenarten analysiert, darunter:

  • Neisseria meningitidis
  • Haemophilus influenzae
  • Cytomegalievirus
  • Herpes simplex-Virus 1 & 2
  • Humanes Parechovirus
  • Varizella zoster
  • Cryptococcus neoformans

Doch auch all diese Tests fallen negativ aus. Erst eine PCR-Testung auf das West-Nil-Virus (WNV) erzielt schließlich ein positives Ergebnis. Das WNW ist das in den USA am häufigsten vorkommende Arbovirus, mit jährlich über 2000 Infektionen mit neuroinvasiven Erkrankungen.

Welche Therapie wählen?

Bislang gibt es keine spezifische Therapie bei WNV-Infektionen, welche Behandlung würden Sie wählen?

Erfahren Sie im nächsten Teil, wie sich die Ärzte in diesem Fall entschieden haben und wie es der Patientin weiter erging.

  1. Braun DA et al. A disturbing decline. N Engl J Med 2019; 380: e42.

Bildquelle: © Getty Images/Mariyall

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