13. September 2019

Interaktiver Fallbericht

Untersuchungen bringen die Diagnose näher

Aufgrund der Immunsuppression sollte vor der Lumbalpunktion und Liquorentnahme ein CT-Scan durchgeführt werden, da ein erhöhtes Risiko einer Einklemmung (Herniation) besteht.1

Lesedauer: 1 Minute

Risikofaktoren bei der Lumbalpunktion

Obwohl bei einer Lumbalpunktion selten schwere Komplikationen auftreten, kann es bei manchen Patienten aufgrund des erhöhten intrakraniellen Drucks zu einer Einklemmung des Gehirns kommen. Um dieses Risiko abschätzen zu können, sollte bei bestimmen Patientengruppen zuvor eine Bildgebung stattfinden.

Zu den Risikofaktoren zählen:

  • Alter über 60 Jahre,
  • Immunsuppression,
  • ZNS-Erkrankungen in der Vergangenheit,
  • kürzliche epileptische Anfälle,
  • fokale neurologische Symptome.

Aufgrund der Medikation und der Bewusstseinstrübung der Patientin zählt die Frau zur Risikogruppe. Die Untersuchung ohne Kontrastmittel zeigt keine intrakraniellen Auffälligkeiten und die Lumbalpunktion kann durchgeführt werden.

Verdacht auf Meningitis

Das anhaltende Fieber und der verfallende mentale Status lassen die Ärzte eine Meningitis vermuten. Sie leiten eine Therapie mit Vancomycin, Cefepim, Ampicillin und Acyclovir ein. Die Patientin wird auf die Intensivstation verlegt.

Die Liquoranalyse bringt das folgende Ergebnis, mit einer Erhöhung der weißen Blutkörperchen, aber keinen Erythrozyten oder einer Gelbfärbung.

Detailanalyse führt zur Diagnose

Nach der Auswertung der Liquoruntersuchung, veranlassen die behandelnden Ärzte weitere Analysen, um dem verantwortlichen Erreger auf die Spur zu kommen. Zu welchem Ergebnis sie kommen, lesen Sie im nächsten Teil.

  1. Braun DA et al. A disturbing decline. N Engl J Med 2019; 380: e42.

Bildquelle: © Getty Images/andresr

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