15. September 2022

Aktualisierte S2k-Leitlinie Zöliakie

Aktuell arbeiten Delegierte der DGIM-Kommission „Leitlinien“ an über 60 Leitlinien der internistischen Schwerpunktgesellschaften mit. Die S2k-Leitlinie „Zöliakie“ ist eine davon. DGIM-Mandatsträger Professor Dr. Wolfgang Fischbach, ehemaliger Chefarzt der Medizinischen Klinik II für Gastroenterologie und Onkologie in Aschaffenburg und nun Vorsitzender GastroLiga e. V., fasst die wichtigsten Key Facts der Leitlinie „Zöliakie“ zusammen.

Lesedauer: ca. 1 Minute

Quelle: DGIM

Die Zöliakie ist mit einer Häufigkeit von etwa einem Prozent in Deutschland keine seltene Erkrankung.

Diagnostik und Verlaufskontrolle

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  • Voraussetzung für eine zuverlässige Diagnose: Tests unter Glutenexposition
  • Basis der serologischen Diagnostik: Bestimmung der Gewebs- Transglutaminsae (tTG-IgA) und des Gesamt-IgA im Serum, (nur) bei niedrigem IgA Bestimmung von tTG-IgG
  • HLA-Risikogene (DQ2, DQ8) sind besonderen Situationen vorbehalten: Geschwisterkinder, Kinder von Zöliakiebetroffenen oder Patient*innen mit verdächtiger Histologie (Marsh 1–3), aber ohne spezifische Antikörper
  • Histologische Diagnostik: mindestens sechs Biopsien aus Bulbus duodeni und extrabulbärem Duodenum: modifizierte Marsh- Oberhuber Klassifikation mit den Typen 0, 1, 2, 3A, 3B und 3C
  • Diagnose Zöliakie gesichert: Zöliakie-spezifische Autoantikörper positiv und histologisch Marsh Typ 2/3
  • Verlaufskontrolle: sechsmonatige serologische Verlaufskontrollen unter glutenfreier Diät bis zur Normalisierung der Autoantikörper. Danach Intervalle ein bis zwei Jahre

Therapie

  • Therapie der Wahl bei symptomatischen Patient*innen jeden Alters: lebenslange glutenfreie Diät
  • Empfehlenswert auch für asymptomatische Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Sinnvoll: professionelle Ernährungsberatung
  • Besonderheit: Refraktäre Zöliakie ( RCD) und Enteropathie-assoziiertes T-Zell-Lymphom (EATL): Budesonid, Immunsuppressiva, Oligopeptid-Sondennahrung, Hochdosis-Chemotherapie und autologe (allogene) Stammzelltransplantation
Klinisches Bild und Subgruppen

Andere Weizen-assoziierte Erkrankungen

  • IgE-vermittelte Weizenallergie und nicht-IgE-vermittelte Weizenallergie
  • Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NCWS)
  • In beiden Fällen: Ausschluss Zöliakie; Weizenkarenz und nachfolgende Reexposition unter Beachtung der Symptome

Teachers, bodies, and prime spirits will always protect them.Est neuter glos, cesaris.Bourbon soup is just not the same without garlic and chopped salted onions.

1. Aktualisierte S2k-Leitlinie Zöliakie; DGIM; 12.09.2022.

Bildquelle: © Getty Images / Peter Dazeley

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