04. Mai 2019

„mobile Health” – smart, evident, sicher:

DGIM-Strategie zu Gesundheitsapps

Aktuell bietet der Markt knapp 100.000 Apps zum Thema Gesundheit an. Die DGIM möchte daher ihren Mitgliedern Unterstützung und Orientierung bieten.

Lesedauer: 2 Minuten

Die hohe Zahl an Gesundheitsapps auf dem Markt zeugt von großem Potential. Allerdings existiert hierfür nur wenig evidenzbasiertes Wissen, das die neuen Möglichkeiten stärken kann. Privatdozent Dr. med. Urs-Vito Albrecht führt dies auf die noch recht jungen Entwicklungen zurück. Häufig lässt ihm zufolge die Transparenz zu wünschen übrig: „Oft bleibt unklar, was der jeweilige Hersteller tatsächlich kann oder wo es noch Schwierigkeiten gibt.”

Dr. med Urs-Vito Albrecht beim <span>DGIM</span>-Kongress 2019
Dr. med Urs-Vito Albrecht beim DGIM-Kongress 2019

Aufgrund der mangelnden und nicht abgestimmten Informationen kommt es bei allen Akteuren zu Unsicherheiten. Auch aus rechtlicher Sicht ist das Thema für Ärzte brisant: „Sie tragen die Verantwortung, Ärztinnen und Ärzte haften für Schäden aufgrund der Anwendung einer App, deren Nutzung sie gefördert oder unterstützt haben.“

Diese Fragen beschäftigen Ihre Kollegen zum Thema Gesundheitsapps

  • Was gibt es für Apps auf dem Markt?
  • Kann ich ihnen vertrauen?
  • Was bringt es letztlich, die App einzusetzen?
  • Sind sie rechtssicher?
  • Sind sie valide und vertrauenswürdig?

DGIM bietet Unterstützung beim Einsatz von Mobiltechnologien

Die DGIM möchte mit ihrer Strategie zu Gesundheitsapps ihre Mitglieder zur Thematik erreichen, sensibilisieren und informieren. Die Strategie basiert auf den Säulen „Aufklärung”, „Abstimmung” und „Angebote”. Zunächst möchte sie Informationen bieten über Angebote, Trends und Möglichkeiten beim medizinischen Einsatz und darüber hinaus auch über Verantwortung, Haftung und mögliche Grenzen der Technologie aufklären.

Mit dem Bereich Abstimmung sind innere und äußere Konsentierungsprozesse gemeint, die eine klare Vorstellung der DGIM über Qualitätsanforderungen an Gesundheitsapps vermitteln. Hierzu wird die Abstimmung mit anderen Akteuren angestrebt, um eine breite, fachübergreifende Akzeptanz zu schaffen. Zuletzt sollen weitere Orientierungshilfen wie inhaltliche Bewertungen, Checklisten, Such- und Filterinstrumente sowie die Entwicklung von Evaluations- und Analyseprozessen geschaffen werden.

Da die Ärzteschaft sich immer mehr der Digitalisierung zuwendet und die Hemmschwelle dank mobiler Technologien enorm gesunken ist, jedoch weiterhin Unsicherheiten bestehen, gibt Albrecht mit auf den Weg: „Mitmachen statt mit sich machen lassen!”

Titelbild: © iStock.com/alvarez

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