27. November 2020

127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Internistenkongress 2021 findet erstmals digital statt

Mit dem Schwerpunktthema „Von der Krise lernen“ findet vom 17. bis 20. April 2021 der 127. Internistenkongress erstmals vollständig digital statt. Präsident des 127. Internistenkongresses ist der aktuelle Vorsitzende der DGIM, Professor Dr. med. Sebastian Schellong aus Dresden.1

Lesedauer: 3 Minuten

„Die Pandemie wird auch im Frühjahr 2021 noch keine Krise der Vergangenheit, sondern weiterhin gegenwärtig sein. Wir beleuchten sie daher unter dem Leitmotiv ‚Von der Krise lernen‘ aus verschiedenen Richtungen“, sagt Kongress-Präsident Professor Dr. med. Sebastian Schellong, Chefarzt der II. Medizinischen Klinik des Städtischen Klinikums Dresden.

„Zum einen werden wir uns über die neuesten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Covid-19 austauschen, die sich rasant und stetig aktualisieren – und daraus abgeleitet auch über die wichtige Frage, welche auch langfristigen Auswirkungen die Pandemie auf unser Gesundheitswesen hat. Die Corona-Krise kann und sollte hier als Lehrmeister betrachtet werden: Aus den Erfahrungen, die wir in der Pandemie machen und gemacht haben, lässt sich viel lernen über die grundsätzliche Notwendigkeit und Möglichkeit, verantwortungsvoll gute Medizin zu machen, auch wenn Ressourcen knapp werden“, so Schellong.

Auch der mit der Krise einhergegangene Digitalisierungsschub wird Thema sein und sich nicht nur im digitalen Kongressformat widerspiegeln: Welche Erfahrungen haben Ärztinnen und Ärzte beispielsweise mit Online-Sprechstunden und Online-Fortbildungen gemacht?

Nicht zuletzt lässt sich die aktuelle Krise eng mit einem Thema verbinden, das die DGIM schon lange beschäftigt: Den Auswirkungen der Klimakrise auf Gesundheit und ärztliches Handeln. Denn neben den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels für Patienten, sind Ärztinnen und Ärzte auch mit der Frage befasst, wie sie selbst und wie die Institutionen des Gesundheitswesens einen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten können.

Die weiteren geplanten Schwerpunktthemen des digitalen Kongresses werden das breite Spektrum der Inneren Medizin abbilden und dem interdisziplinären Ansatz folgend unterschiedliche medizinische Fächer zusammenzubringen, um voneinander zu lernen. Nur so lasse sich das Verständnis über Diagnostik und Therapie des ganzen Menschen vertiefen, so Schellong.

Die Schwerpunkte des Kongresses

Die Schwerpunkte des Kongresses hat das Kongress-Team wie folgt definiert:

  • „Weniger ist mehr“ – Wie kann im Sinne des Patienten ein Zuviel an Leistungen vermieden werden?
  • „Gefäße verbinden“ – Gefäßerkrankungen als bedeutende Ursache für Morbidität und Mortalität
  • „Geschlechterunterschiede in der Inneren Medizin“ – wie unterscheiden sich Verlauf und Versorgung internistischer Erkrankungen nach Geschlecht? Was tun gegen Geschlechterungleichheit im Arztberuf?
  • „Schnittstelle Psychosomatik“ – Wie kann eine bessere Verzahnung zwischen psychosomatischer und internistischer Versorgung gelingen? 
  • „Wandel der Behandlungsziele“ – Therapiezieldefinition im Spannungsfeld von medizinischen Möglichkeiten, Ethik und Patientenwunsch
  • „Wie lernt man Innere Medizin?“ – Ausbildung junger Medizinerinnen und Mediziner

Mit diesen Themen wird der erste digital abgehaltene Internistenkongress einen großen Bogen über das gesamte Feld der Inneren Medizin schlagen. „Das digitale Format sehe ich dabei durchaus als Chance, neue Wege zu gehen, wenngleich der unmittelbar persönliche Austausch sicherlich fehlen wird“, erklärt Schellong.

Das vollständige wissenschaftliche Programm sowie Informationen zum Ablauf und der Teilnahme am digitalen Kongress werden in den nächsten Wochen auf der Kongress-Website sowie in der DGIM App Kongress App DGIM 2021 abrufbar sein.

Der jährliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin gehört zu den größten Fachkongressen in Deutschland, bei dem sich mehr als 8000 Wissenschaftlerinnen und Ärzte aller Versorgungsbereiche über sämtliche Aspekte internistischer Erkrankungen informieren und fortbilden.

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Bildquelle: © gettyImages/fizkes

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