01. Mai 2017

Vitamin D: Experten betonen positive Wirkungen für Diabetiker

Vitamin D war seit langem für seine Wirkungen auf das Skelett und den Kalzium-Haushalt bekannt. Mittlerweile sind viele weitere positive Eigenschaften des Vitamins bekannt: Es greift regulierend in Immunprozesse ein, steuert Zellwachstum und -differenzierung und beeinflusst den Zuckerhaushalt. Welche Rolle Vitamin D künftig in der Diabetes-Therapie spielen kann, diskutieren Experten auf dem 123. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Mannheim.

Vitamin D-Mangel kann besonders gravierend für Menschen mit einem Diabetes mellitus sein, wie Professor Dr. Klaus Badenhoop von der Medizinischen Klinik 1 der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt betont. „Bei einem Diabetes mellitus läuft der Abbau der Knochenmasse, der jeden Menschen ab dem frühen Erwachsenenalter betrifft, deutlich schneller ab“, sagt der Internist. Ein ausreichender Vitamin D-Spiegel könne dem entgegenwirken und so die Gefahr von Osteoporose und Knochenbrüchen senken. Vitamin D kann außerdem die Produktion und Sekretion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse verbessern und die Wirkung des Hormons an den Muskeln erhöhen. So trägt das Vitamin unmittelbar zur Regulation des Blutzuckerspiegels bei.

Aus wissenschaftlichen Studien ist inzwischen bekannt, wie wichtig eine gute Versorgung mit Vitamin D auch für andere Körperfunktionen ist: Sie verringert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, das Sturzrisiko und das Risiko für psychische Störungen wie Angstzustände oder eine Depression. „Rezeptoren für Vitamin D finden sich in fast allen Zellen des menschlichen Körpers“, so Badenhoop.

Die Erkenntnis, dass Vitamin D ein physiologisches Multitalent ist, hat auch dazu geführt, dass die Empfehlungen für eine ausreichende Versorgung neu überdacht wurden. Lange Zeit galt erst ein Serumspiegel von unter 10 ng/ml als Vitamin D-Mangel und Werte über 20 ng/ml als ausreichend. Heute nimmt man an, dass optimale Werte zwischen 30 und 50 ng/ml liegen.

Diesen Serumspiegel zu erreichen, ist zumindest in den Wintermonaten schwierig – hierfür müsste man große Mengen fetthaltigen Fisch, Rinderleber, Eigelb oder Pilze zu sich nehmen. Für Menschen, die ein Risiko für einen Vitamin D-Mangel tragen (chronisch Kranke, Ältere, ohne ausreichend Sonnenexposition, mit Malabsorption oder einer Osteoporosegefährdung u.a.), sollte daher die Einnahme eines Vitamin D-Präparates in Betracht gezogen werden.

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Weitere interessante News dieser Woche:

  1. Vitamin D hilft nicht nur den Knochen: DGIM weist auf positive Wirkungen des Vitamins für Diabetiker hin Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), April 2017

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