
So stärken Sie Ihre Resilienz
Termindruck, Bürokratielast, steigende Anforderungen – viele Ärztinnen und Ärzte stehen unter permanenter Überlastung. Was können Ärztinnen und Ärzte tun, um die Anforderungen zu bewältigen? Wir werfen einen Blick auf die mentale Gesundheit von Ärztinnen und Ärzten und geben Tipps zur Stärkung der Resilienz.
Unabhängig davon, welche Veränderungen im Gesundheitswesen strukturell dringend nötig sind, kann jede und jeder Einzelne aktiv daran arbeiten, die eigenen mentalen Widerstandskräfte zu stärken – denn genau das meint Resilienz: die Fähigkeit, sich flexibel an schwierige oder herausfordernde Lebenserfahrungen anzupassen und trotz der Anforderungen seelisch gesund zu bleiben.
Wie gelingt es Ärztinnen und Ärzten, im Alltag Ausgleich zu finden und die eigene Resilienz zu stärken? Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt.
Durch Selbstfürsorge kann die Resilienz im (Berufs-)Alltag gestärkt werden. Doch was genau bedeutet eigentlich Resilienz? Und wie kann diese gestärkt werden? Die ärztliche Psychologin Thalia Klonis macht deutlich, dass es nicht um aufgesetzten Optimismus geht. Sie beschreibt die "7 Säulen der Resilienz" und gibt hilfreiche Werkzeuge an die Hand.
In Zeiten zunehmender Selbstoptimierung sollte nicht vergessen werden: Zuallererst sind die Politik und die Arbeitgeber in der Pflicht, Strukturen zu schaffen, die es Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, ihre Arbeit ohne gesundheitliche Risiken zu bewältigen. Verschiedene Verbände wie der Virchowbund oder der Marburger Bund treten vehement dafür ein, die Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte zu verbessern.
Die Stimmung könnte besser sein: Verbände wie der Marburger Bund, Hartmannbund und Virchowbund berichten über steigende Belastungen und fordern strukturelle Änderungen, um die Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte zu verbessern. Dies spiegelt sich auch in Umfragen wider. Laut einer aktuellen Befragung unter 1.154 Ärztinnen und Ärzten fühlt sich jeder zweite (56 %) der Befragten im Arbeitsalltag mental belastet, rund 15 % fühlen sich sogar stark belastet.
Dieses Bild deckt sich mit den Daten einer Umfrage des Marburger Bundes: Auch hier gab die Hälfte aller Befragten an, häufig überlastet zu sein – 10 % sagen, sie müssten ständig über die eigenen Grenzen gehen. Zu viele Überstunden, keine Zeit für Pausen – das schlägt auf die Gesundheit. 74 % der Befragten fühlen sich durch die Gestaltung der Arbeitszeiten gesundheitlich beeinträchtigt.
Auf coliquio kommen Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland in einem geschlossenen Netzwerk zusammen. Im Forum geben sie gegenseitig Erfahrungen, Tipps und Hilfestellungen an die Hand – auf Wunsch komplett anonym und ohne das Risiko, berufliche Nachteile im direkten Umfeld befürchten zu müssen. Auch Sie sind herzlich dazu eingeladen, sich Rat und Unterstützung in der coliquio Community einzuholen. Probieren Sie es einfach aus und werfen Sie einen Blick in relevante Forumdiskussionen.

Bildquellen: Getty Images / Richard Drury, Getty Images / PM Images, Getty Images / AaronAmat, shutterstock / Martin73, Getty Images / SARINYAPINNGAM, Getty Images / Maridav, Getty Images / Aleksandra Konoplia