11. Dezember 2020

Lockdown: Frauen sind ausgepowert, Männer gelangweilt

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr müssen sich die Menschen in Europa mit einem Lockdown auseinandersetzten – ein Ende ist noch nicht in Sicht. Nach einer Umfrage in England treffen die erneuten Einschränkungen Frauen auf ganz andere Weise als Männer. 1

Lesedauer: 1 Minute

Die Schlüsselfrage beim zweiten Lockdown Anfang November war, ob sich die Menschen in gleichem Maße an die Vorschriften halten werden wie beim ersten Lockdown. Das scheint in England der Fall zu sein: 7 von 10 fanden es jetzt sogar einfacher, sich an die Einschränkungen zu halten und 82 % gaben an, heute eher noch vorsichtiger zu sein als im Frühjahr.

Etwa ein Viertel der Befragten empfanden den zweiten Lockdown aber deutlich härter als den ersten. Bei den Erklärungen dafür zeigten sich deutliche Geschlechtsunterschiede. Für über die Hälfte der Frauen (54 %) war die kalte Jahreszeit und die dadurch eingeschränkten Kontakte draußen das größte Problem – dies gaben nur 33 % der Männer an.

Laut dieser Umfrage sind die Belastungen ungleich verteilt: Frauen kümmern sich neben ihrem Job mehr um ältere Angehörige, verbringen deutlich mehr Zeit mit Kinderbetreuung und Hausarbeit. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich 47 % durch die Pandemie erschöpft und ausgebrannt fühlen. Was aber nur bei 37 % der Männer der Fall ist – die haben stattdessen häufiger mit Langeweile zu kämpfen (27 vs. 19 %).

Jetzt kommentieren

Möchten Sie den Beitrag kommentieren?

Angemeldete Mitglieder unserer Ärzte-Community können Beiträge kommentieren und Kommentare anderer Ärzte lesen.


Jetzt kommentieren

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist 
coliquio GmbH gemäß §4 HWG.

coliquio GmbH
Turmstraße 22
78467 Konstanz
www.coliquio.de

Tel.: +49 7531 363 939 300
Fax: +49 7531 363 939 900
Mail: info@coliquio.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Felix Rademacher, Martin Drees
Handelsregister: Amtsgericht Freiburg 
Registernummer: HRB 701556
USt-IdNr.: DE256286653