13. April 2021

Johnson & Johnson verschiebt Impfstoff-Auslieferung in Europa

CDC und FDA empfehlen eine Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson für die USA. Das Unternehmen setzt unterdessen auf eine spätere Auslieferung in Europa. 1

Lesedauer: 1 Minute

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Man habe Berichte über Sinusvenenthrombosen überprüft und sich für die Verzögerung entschieden.

US-Behörden untersuchen Thrombosefälle

Die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA empfehlen nun die vorübergehene Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Die Vorsichtsmaßnahme gelte bis ein Ergebnis vorliege.

Mehr als 6,8 Millionen Dosen in den USA verimpft

Bislang seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes in den USA gespritzt worden. Ende Februar war war das Vakzin in den USA zugelassen worden. Bisher ist es der einzige Impfstoff von dem es nur eine Dosis braucht.

Derzeit würden sechs Fälle untersucht, bei denen es zwischen 6 und 13 Tagen danach zu Sinusvenenthrombosen gekommen war. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden.
Es handele sich um Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren.

Auch EU-Behörde prüft Nebenwirkungen

Auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft Fälle von Thrombosen nach einer Coronaimpfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit.

  1. dpa; 13.04.2021.

Bildquelle: © gettyImages/FrankyDeMeyer

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