26. März 2020

Lieferengpässe Propofol: DGAI ruft zu sorgsamen Umgang auf

Derzeit kommt es regional gehäuft zu Engpässen in der Versorgung mit Propofol. Dies ist einerseits einer gesteigerten Bevorratung, aber auch einem massiv zunehmenden europaweiten Verbrauch geschuldet. Fachgesellschaft rufen Anästhesisten deshalb eindringlich zu einem sorgsamen Umgang mit Propofol auf. 1

Lesedauer: 1 Minute

In einem Brief an die Kollegen weisen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin DGAI sowie der Berufsverband Deutscher Anästhesisten auf die möglichen Engpässe in der Versorgung mit Propofol hin.

Darin heißt es:

Grade der Verbrauch wird sich bei den erwarteten Anstiegen beatmungspflichtiger Patienten in den nächsten Wochen weiterhin deutlich erhöhen. Auch wenn sich die Hersteller bemühen, die Produktionskapazitäten zu steigern und die maximal mögliche Menge an Propofol zur Verfügung zu stellen, werden sich die Engpässe nach Angabe der Industrie eher weiter verschärfen. Die DGAI und der BDA bitten daher alle Kollegen nachdrücklich um Folgendes:

  1. Verzichten Sie im Rahmen von allen Anästhesieleistungen – da wo es medizinisch vertretbar – auf den Einsatz von Propofol und nutzen Sie Alternativen!
  2. Beschränken Sie – soweit es medizinisch vertretbar – insb. den Einsatz von TIVA unter Verwendung von Propofol und weichen Sie auf Alternativen aus!

Die Sicherheit der Patienten stehe an erster Stelle, so die Anästhesisten. Sie rufen daher eindringlich zu einem sorgsamen Umgang mit der derzeit knappen Ressource Propofol unter Nutzung aller medizinisch sinnvollen Alternativen auf, damit Patienten auch zukünftig bestmöglich behandelt werden können.

  1. Lieferengpässe Propofol; DGAI; 26.03.2020.

Bildquelle: © gettyImages/digicomphoto

Jetzt kommentieren

Möchten Sie den Beitrag kommentieren?

Angemeldete Mitglieder unserer Ärzte-Community können Beiträge kommentieren und Kommentare anderer Ärzte lesen.


Jetzt kommentieren

Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist 
coliquio GmbH gemäß §4 HWG.

coliquio GmbH
Turmstraße 22
78467 Konstanz
www.coliquio.de

Tel.: +49 7531 363 939 300
Fax: +49 7531 363 939 900
Mail: info@coliquio.de

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Felix Rademacher, Martin Drees
Handelsregister: Amtsgericht Freiburg 
Registernummer: HRB 701556
USt-IdNr.: DE256286653