19. Februar 2019

Ernährung 2050: Lancet-Kommission bringt nachhaltigen Speiseplan heraus

Die richtige Ernährung ist nicht nur für die Gesundheit wichtig, sondern auch für die Zukunft unseres Planeten. Darauf weist die aus 37 Experten bestehende Lancet-Kommission <span>EAT</span> in einem aktuellen Report hin und gibt Empfehlungen für eine nachhaltige Ernährung.
Die richtige Ernährung ist nicht nur für die Gesundheit wichtig, sondern auch für die Zukunft unseres Planeten. Darauf weist die aus 37 Experten bestehende Lancet-Kommission EAT in einem aktuellen Report hin und gibt Empfehlungen für eine nachhaltige Ernährung.

Die richtige Ernährung ist nicht nur für die Gesundheit wichtig, sondern auch für die Zukunft unseres Planeten. Darauf weist die aus 37 Experten bestehende Lancet-Kommission EAT in einem aktuellen Report hin und gibt Empfehlungen für eine nachhaltige Ernährung.1,2 (Lesedauer: 2 Minuten)

Um im Jahr 2050 10 Milliarden Menschen ernähren zu können und dabei keinen Raubbau zu betreiben, ist laut den Experten eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten, eine Verbesserung der Lebensmittelproduktion und ein Ende der aktuellen Lebensmittelverschwendung nötig.

Die Autoren machen einen konkreten Vorschlag für eine gesunde und nachhaltige Ernährung auf Basis von 2.500 Kilokalorien pro Tag und Person. Hierfür geben sie Durchschnittswerte für einen Tag an:

  • 232 g Vollkorn-Produkte
  • 300 g Gemüse
  • 200 g Obst
  • 250 g Milchprodukte
  • 43 g Fleisch
  • 28 g Fisch
  • 125 g Hülsenfrüchte und Nüsse
  • 40 g ungesättigte Fettsäuren
  • 31 g Zucker

Für die genannten Werte gilt eine flexible Einteilung. So reicht die erlaubte Spanne beim Obstkonsum von mindestens 100 g bis maximal 300 g pro Tag. Strengere Regeln gelten für den Fleischkonsum: Hier sollten den Empfehlungen zufolge nur etwa alle fünf Tage 200 g verzehrt werden.

Prof. Dr. Susanne Klaus vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DifE) zufolge, entsprächen die vorgeschlagenen Werte in etwa den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Allerdings verbrauchen ihr zufolge die Deutschen aktuell deutlich zu viel Fleisch, Zucker und gesättigte Fettsäuren.

Bessere Kennzeichnung durch Ampelfarbensystem?

Da Appelle wenig helfen würden, plädiert Prof. Klaus für eine bessere Kennzeichnung, die etwa über ein Ampelfarbensystem erreicht werden kann. Auch Druck von staatlicher Seite über Steuern für besonders teure Produkte könne eine sinnvolle Lösung darstellen. Allerdings wehre sich dagegen vor allem die Lebensmittelindustrie.

Nachhaltige Entwicklung im Fokus

Dem Lancet-Report ist zudem ein Appell an eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu entnehmen. Durch eine überwiegend pflanzliche Ernährung ließen sich in Zukunft bis zu 80% der Emissionen einsparen (derzeit ist die Landwirtschaft für etwa 30% des Treibhausgaseffekts verantwortlich). Daneben müssen der Wasserverbrauch und der Einsatz von Phosphat-Düngemitteln gesenkt werden.

Auf der Basis des Reports wurde die Organisation EAT gegründet, die mit Unternehmen wie Nestlé, Coop oder Deloitte kooperiert und den Wandel der globalen Ernährung vorantreiben soll.

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