13. August 2019

Diät macht Krebstherapien im Tierversuch effektiver

Eine verminderte Aufnahme der essentiellen Aminosäure Methionin bei Mäusen mit Darmkrebs oder Sarkom führte zu einem deutlich verbesserten Therapieansprechen, wie US-amerikanische Wissenschaftler zeigen konnten. 1,2

Lesedauer: 1 Minute

Eine Reduktion von Methionin, das vor allem in rotem Fleisch und Eiern zu finden ist, wurde schon mit Anti-Aging und Gewichtsverlust in Verbindung gebracht. Jetzt testeten die Forscher die Wirkung einer eingeschränkten Methionin-Aufnahme bei Mäusen mit kolorektalem Karzinom oder Sarkom.

Dabei konnten sie beim Kolorektalkarzinom nachweisen, dass eine niedrig dosierte Chemotherapie mit 5-Fluoruracil, die bei alleiniger Anwendung keine therapeutische Wirkung aufwies, in Kombination mit der Methioninrestriktion zu einer deutlichen Hemmung des Tumorwachstums führte. Auch eine Strahlentherapie bei Sarkom war deutlich effektiver, wenn die Methioninaufnahme gleichzeitig beschränkt wurde.

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Methionin hat als essentielle Aminosäure diverse Funktionen, darunter im Redoxstoffwechsel und im Metabolismus von Nukleotiden. Manche Krebszelllinien sind auf die Zufuhr von Methionin angewiesen. Entzieht man die Aminosäure, könnte man die Zellen damit für Bestrahlung und Antimetabolite sensibilisieren. Ähnliches konnten Forscher im Tiermodell auch bei Brustkrebs und Asparagin feststellen.

An sechs gesunden menschlichen Probanden, die im Rahmen der Untersuchung eine Methionin-reduzierte Diät aßen, konnten die Forscher Hinweise dafür finden, dass zumindest die metabolischen Veränderungen, die sie an den Mäusen beobachteten, auf Menschen übertragbar sein könnten.

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