06. März 2020

Covid-19-Verdachtsfälle: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von COVID-19-Patienten sowie zur Verdachtsabklärung angepasst: Patienten mit einer leichten COVID-19-Erkrankung können nun ambulant versorgt werden.1-3

Lesedauer: 3,5 Minuten

Praxisärzte sind in der Regel die erste Anlaufstelle für Patienten mit Infekten der Atemwege. Hier erfahren Sie, wie Sie bei Verdachtsfällen und Kontaktpersonen vorgehen können.

Als Orientierungshilfe dient das Schema des RKI zur Verdachtsabklärung, das auf den Internetseiten des Instituts und der KBV zu finden ist. 
Klicken Sie zum Vergrößern einfach auf das Bild.
Die angepassten Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung von Covid-19-Patienten finden Sie hier. Außerdem können Patienten mit einer leichten Covid-19-Erkrankung nun auch ambulant versorgt werden.

Schritt für Schritt: Was ist im Verdachtsfall zu tun?

1. Telefonischer Kontakt
Ruft ein Patient in der Praxis an, klären Sie zunächst die Symptome und die Reiseanamnese. Bitten Sie ihn im Verdachtsfall, die Wohnung vorerst nicht zu verlassen und Besucher möglich zu meiden (siehe Tipps unten). Informieren Sie das zuständige Gesundheitsamt und stimmen Sie das weitere Vorgehen ab.

2. Patient wird in der Praxis vorstellig
Weisen Sie bereits durch einen Aushang an Ihrer Praxistür und im besten Fall auf Ihrer Praxis-Homepage Patienten mit Symptomen eines Atemwegsinfektes daraufhin, dass diese möglichst zuerst telefonischen Kontakt aufnehmen.

Patienteninfo zum Coronavirus: Praxisaushang zum Download
Damit Ärzte schnell über das Coronavirus informieren können, haben wir eine Patienteninformation zum Herunterladen und Ausdrucken für Wartezimmer und Praxistür erstellt. 
Zum Praxis-Paket >>

Seit 1. Februar können Ärzte den Labornachweis des neuartigen Coronavirus 2019-nCoV auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung anfordern. Mehr zur neuen Laborziffer und der neuen Meldepflicht erfahren Sie hier >>

Zum Download: Praxisplakate zu Virus und Hygiene

Um eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden, ist die Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen wichtig. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat dazu ein Plakat „10 Hygienetipps“ erstellt, das Ärzte für ihre Wartezimmer nutzen können.
Zum Plakat „10 Hygienetipps“>>
Zur Broschüre „Infektionen vorbeugen – Hygiene schützt“

Außerdem bietet das RKI Poster zum Coronavirus in mehreren Sprachen sowie ein Infopapier mit Fragen und Antworten.
Zu den mehrsprachigen Postern >>
Zum Infopapier mit häufigen Fragen und Antworten >>

Alle Dokumente finden Interessierte auch auf einer Themenseite der KBV zum Coronavirus.

Wenn Fälle noch ungeklärt sind

Patienten, die nicht die Kriterien eines wahrscheinlichen Falles erfüllen, können ambulant weiterbeobachtet werden. Außerdem sollten sie,

  • zu Hause bleiben bzw. direkt nach Hause gehen und die Wohnung bis zur Abklärung möglichst nicht verlassen,
  • in Ellenbeuge und nicht in die Hand husten oder niesen,
  • häufig die Hände waschen,
  • sich von ihren Mitbewohnern soweit wie möglich fern halten,
  • Besuche auf das Notwendigste beschränken,
  • wenn vorhanden, Gästebadezimmer und- schlafzimmer benutzen,
  • Besuche bei einer Arztpraxis oder einer anderen Gesundheitseinrichtung vorher telefonisch ankündugen.

Wichtig: Behandlungsraum richtig desinfizieren

Nach der Annamnese sollte der Behandlungsraum gründlich gereinigt werden werden. Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich “begrenzt viruzid” (wirksam gegen behüllte Viren), “begrenzt viruzid PLUS“ oder “viruzid” anzuwenden. Weitere Informationen zur Wahl des richtigen Desinfektionsmittels finden Sie hier.

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