02. Oktober 2018

Meningeosis neoplastica: Ist Pembrolizumab eine Option?

Auf der Frankfurt Cancer Conference präsentierte die Harvard-Wissenschaftlerin Prof. Priscilla K. Brastianos eine aktuelle Studie der Meningeosis neoplastica. Bislang steht keine effektive Therapie bei dieser schwerwiegenden Folge einer Krebserkrankung zur Verfügung. (Lesedauer: 1 Minute)

Die Ausbreitung von Tumorzellen in den Bereich der Hirnhäute kommt bei etwa 5-8% aller Krebspatienten vor und geht mit einer schlechten Prognose einher (unbehandelt, mediane Überlebensdauer von 4-6 Wochen). Am häufigsten wird die Erkrankung bei Brustkrebs festgestellt, sie tritt aber auch bei Melanomen und Lungenkrebs auf. Oftmals besteht eine Resistenz gegen mehrere Medikamente.

Früheren Studien konnten zeigen, dass Checkpoint-Inhibitoren bei parenchymalen Hirnmetastasen einen positiven Effekt auf die Überlebensdauer haben. In einer aktuellen Phase-II-Studie wurden 18 Patienten mit dem PD1-Inhibitor Pembrolizumab behandelt.1

Primärer Endpunkt der Studie ist das Überleben nach drei Monaten. In den meisten Fällen handelte es sich um Brustkrebs-Patientinnen (85%), außerdem erhielten Patienten mit Lungen- und Magenkrebs die Therapie. Die Mamma-Karzinome waren zu 35% Her2-positiv und zu 55% Hormonrezeptor positiv. Alle Patienten hatten bereits eine systemische Therapie erhalten.

11 der Patienten (61%) waren drei Monate nach Studienbeginn noch am Leben, womit die Untersuchung den primären Endpunkt erreichte. Es traten keine behandlungsbedingten neurologische Nebenwirkungen auf. Die mediane Überlebensdauer lag bei 3,6 Monaten. Ein Patient lebt noch über ein Jahr nach Behandlungsbeginn.

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