08. September 2018

Homöopathie: Patienten wollen selbst entscheiden können

Egal ob die Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien belegt ist – bei Patienten stehen Präparate aus der Naturmedizin und der Homöopathie hoch im Kurs, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt. Dabei ist es den meisten Bundesbürgern wichtig, bei der Wahl ihrer Therapie grundsätzlich selbst mitentscheiden zu können.1 (Lesedauer: 1 Minute)

In der von einem Homöopathika-Hersteller in Auftrag gegeben Umfrage befürworteten 75% der Befragten eine integrative Medizin, d.h. das Miteinander von Schulmedizin und ergänzenden Methoden wie Naturmedizin und Homöopathie.

64% finden es wichtig, dass ihr Arzt auch Präparate aus der Naturmedizin/Homöopathie einsetzen kann und 66% möchten hier auch in der Apotheke die freie Wahl haben. 60% lehnen daher auch Einschränkungen der Erstattung von homöopathischen Arzneien durch die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherern ab, gegen ein generelles Verbot sprechen sich 72% aus.

56 % der Befragten haben bereits Erfahrung mit homöopathischen Arzneimitteln gemacht, die überwiegend bei Alltagsbeschwerden wie Erkältungen, Schlafstörungen und Unruhe, Schmerzen und Gelenkbeschwerden oder Magen-Darmstörungen eingesetzt werden. 70 % besorgen sich diese Präparate auch eigenständig in der Apotheke.

Bei der Beratung durch den Apotheker sind 50% wissenschaftliche Studien wichtig, 49% möchten möglichst ein natürliches oder homöopathisches Produkt erhalten. 75% gaben an, dem Rat des Apothekers zu vertrauen.

Gegen die Homöopathie vorgebrachte Argumente wie fehlender Wirksamkeitsnachweis und Gefährdung der Patientensicherheit, empfinden 68% der Deutschen als bevormundend, weil jeder selbst entscheiden könne, was er glaubt. 42% meinten, die Gegenargumente seien falsch, man sehe doch, dass die Homöopathika wirken.

  1. Umfrage-Daten – Patienten wollen bei Homöopathie-Verordnung mitreden. ÄrzteZeitung, 31.08.2018

Bildquelle: © istock.com/LaCaAr

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