Kasuistik
Ein gezogener Weisheitszahn – 5 Tage später kämpft ein junger Mann um sein Leben
Ein junger Mann Anfang zwanzig lässt sich einen Weisheitszahn ziehen. Fünf Tage später stellt er sich mit einer Halsschwellung in der Notaufnahme vor. Nach weiteren 24 Stunden kämpft er auf der Intensivstation um sein Leben. Was ist hier geschehen?
17.09.2026Lesedauer: ca. 6 MinutenVon: Michael van den Heuvel

Wenige Tage nach der Extraktion eines Weisheitszahns entwickelt ein junger Mann zunehmende Schmerzen und eine Schwellung am Hals (Symbolbild).
© Getty Images | Tero Vesalainen
Der Patient, Anfang 20, ansonsten kerngesund, lässt sich einen Weisheitszahn ziehen – ein Routineeingriff. Fünf Tage später kommt er mit einer Halsschwellung in die Notaufnahme. Sein Kreislauf ist stabil, er hat kein Fieber, auf den ersten Blick wirkt sein Zustand wenig besorgniserregend. Doch nur 24 Stunden später kämpft er auf der Intensivstation um sein Leben. Was zunächst wie eine harmlose Folge der Zahnextraktion erscheint, entwickelt sich zu einer der gefürchtetsten Weichteilinfektionen überhaupt. Der in den BMJ Case Reports publizierte Fall zeigt, wie trügerisch ruhig eine lebensbedrohliche Erkrankung beginnen kann.1
Der Patient und seine Vorgeschichte
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