Forschung

Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs

Verlässliche Marker, mit denen sich aggressive Tumorverläufe bei Prostatakrebs und der Therapieerfolg frühzeitig vorhersagen lassen, fehlen bislang weitgehend. Ein Forschungsteam um Prof. Anna Dubrovska und Dr. Ielizaveta Gorodetska vom OncoRay – Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie hat nun einen im Blut messbaren Biomarker identifiziert.

08.04.2026Lesedauer: ca. 3 MinutenVon: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs

Dr. Ielizaveta Gorodetska (links) und Prof. Anna Dubrovska (rechts) arbeiten an der Entwicklung eines Bluttests, der helfen kann, Krankheitsverläufe bei Prostatakrebs vorherzusagen.

© Soňa Michlíková

Prostatakrebs ist bei Männern in Deutschland mit etwa 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebsart und die zweithäufigste Todesursache bei einer Krebserkrankung. Früh erkannt, sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie gut. Im späteren Stadium kann sich der Krebs jedoch ausbreiten. Dubrovska, die die Arbeitsgruppe „Biomarker für die individualisierte Strahlentherapie“ am OncoRay leitet, das gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (UKDD) und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden getragen wird, konnte bereits in früheren Arbeiten nachweisen, dass ausgewählte Gene als Biomarker für Prostatakrebs taugen. Nun konnte das Team in einer aktuellen Studie das Protein MMP11 (Matrix-Metalloproteinase 11) als vielversprechenden Biomarker identifizieren, der im Blutplasma nachweisbar ist und sich damit grundsätzlich für einen Bluttest eignet.

Proteine als potentielle Biomarker

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