Kanadische Kohortenstudie

Risikofaktoren für schwere Verläufe bei Kindern mit akuten Atemwegsinfektionen

Akute Atemwegsinfektionen gehören bei kleinen Kindern mit zu den häufigsten Todesursachen. Ein Forscherteam hat jetzt untersucht, welche Faktoren bei stationär aufgenommenen Kindern zwischen 0 und 18 Jahren mit besonders schweren Verläufen assoziiert sind.

31.08.2026Von: Maria Weiß
Risikofaktoren für schwere Verläufe bei Kindern mit akuten Atemwegsinfektionen

Risikofaktoren für schwere Verläufe bei Kindern mit akuten Atemwegsinfektionen

© Daorueang Thongphasuk | iStock via Getty Images Plus

Die meisten akuten Atemwegsinfektionen bei Kindern werden komplikationslos zuhause auskuriert. Müssen die Kinder aufgrund der zumeist viralen Infektionen stationär aufgenommen werden, sind sie per se schon besonders gefährdet. Dies hat jetzt auch die Kohortenstudie einer Forschungsgruppe um Haifa Mtaweh vom Hospital for Sick Children in Toronto, Kanada, bestätigt. In die retrospektive Kohortenstudie wurden insgesamt 2.585 Kinder zwischen 0 und 18 Jahren (im Mittel 2,5 Jahre) aufgenommen, die in zwei geographisch auseinanderliegenden Kinderkrankenhäusern zwischen Juli 2022 und Juni 2023 aufgrund von akuten Atemwegsinfektionen stationär behandelt wurden. Primärer Endpunkt war der Anteil von Kindern mit einem schweren Verlauf. Dies war definiert als Notwendigkeit einer nicht-invasiven oder invasiven mechanischen Beatmung, extrakorporalen Membranoxigenierungstherapie (ECMO), Nierenersatztherapie oder Tod.

Die Hälfte der stationär behandelten Kinder haben Komorbiditäten

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