Trotz klarer STIKO-Empfehlung
Nur 1 von 10 Kindern mit einer Grunderkrankung ist gegen Influenza geimpft
Trotz klarer STIKO-Empfehlung bleibt die Influenza-Impfquote bei Kindern mit Grunderkrankungen niedrig. Neue RKI-Daten zeigen eine erhebliche Lücke beim Schutz dieser Risikogruppe.
21.09.2026Lesedauer: ca. 5 MinutenVon: Michael van den Heuvel

In der Saison 2024/25 lag die Influenza-Impfquote bei Kindern und Jugendlichen mit Grunderkrankung bei lediglich rund 10 %.
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Seit mehr als 30 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Grunderkrankungen die jährliche Influenza-Impfung. Neue Daten zeigen eine erhebliche Versorgungslücke: In der Saison 2024/25 waren nur rund 10 % der Betroffenen geimpft. Bleibt die Impfquote auf diesem Niveau, könnten in der Saison 2026/27 etwa 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche mit Grunderkrankung ohne Influenza-Impfschutz bleiben, schreibt das RKI im neuesten Epidemiologischen Bulletin [1].
Als wesentliche Ursache des Trends sieht PD Dr. Robin Kobbe eine unzureichende Kommunikation über die Risiken einer Influenza-Infektion und den Nutzen der jährlichen Impfung, wie er gegenüber dem Science Media Center Germany (SMC) erklärt [2]. Kobbe ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin am Institut für Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung (IIRVD) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Er verweist zudem auf den zu Unrecht schlechten Ruf der Influenza-Impfung: Vorbehalte gegenüber ihrer Wirksamkeit und Sorgen vor Nebenwirkungen gebe es nicht nur in Teilen der Bevölkerung, sondern auch unter Beschäftigten im Gesundheitswesen.
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