Hochverarbeitete Lebensmittel (UPF für ultraprocessed food) haben in vielen Bereichen traditionellen Vollwertkost und minimal verarbeitet Lebensmittel verdrängt. UPF enthalten zahlreiche Zusätze, die beim Kochen im Haushalt üblicherweise nicht verwendet werden und die für Wohlgeschmack, längere Haltbarkeit und Gewinnmaximierung sorgen sollen. Sie sind bequem, erschwinglich und mikrobiologisch sicher – haben aber typischerweise auch eine hohe Energiedichte, enthalten viel Zucker, gesättigte Fette. Salz und wenig Ballaststoffe und essenzielle Mikronährstoffe. In Kanada machen solche Lebensmittel inzwischen fast die Hälfte (48 %) der täglichen Energiezufuhr bei Kindern im Vorschulalter aus.
Immer mehr deutet darauf, dass diese Ernährungsform nicht nur Übergewicht bei Kindern fördert – sie wird auch mit emotionalen Störungen und Verhaltensauffälligkeit wie Hyperaktivität in Zusammenhang gebracht. Die Forschungsgruppe um
Meaghan E. Kavanagh von der Universität Toronto in Kanada hat jetzt zu dieser Fragestellung die Daten der „CHILD Cohort Study" ausgewertet, in der 2.077 Kinder seit der Schwangerschaft ihrer Mütter nachverfolgt werden. Im Alter der Kinder von drei Jahren hatten die Mütter einen ausführlichen Fragebogen zur Ernährung ausgefüllt. Im Alter von fünf Jahren wurden die Mütter mittels der „Child Behavior Checklist“ zum Verhalten der Kinder befragt.