Gonoblenorrhö
Schwere Hornhaut-Komplikation durch Gonokokken-Infektion
Die Gonorrhö, auch als Tripper bekannt, kann sich am Auge als eitrige Konjunktivitis mit massiver Lidschwellung manifestieren. Besonders gefürchtet sind Hornhauteinschmelzungen mit nachfolgender Narbenbildung sowie möglicher Perforation. Ein Fallbericht.
15.09.2025Lesedauer: ca. 2 MinutenVon: Dr. Jana-Sophia Karp, Redaktion: Anna Besson

Gonokokken-Infektionen können am Auge schwere Hornhaut-Komplikationen verursachen.
© Foto: Getty Images | KATERYNA KON/SCIENCE PHOTO LIBRARY
Die Gonorrhö gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Der bakterielle Erreger, Neisseria gonorrhoeae, wird durch direkten Schleimhautkontakt (z. B. Geschlechtsverkehr) übertragen. Bei Erwachsenen befällt er meist die Schleimhäute von Harn- und Geschlechtsorganen. Bei Neugeborenen kann eine Infektion während der Geburt durch den infizierten Genitaltrakt der Mutter erfolgen.
Eine Gonokokken-Infektion am Auge wird als Gonoblennorrhö oder Gonokokken-Konjunktivitis bezeichnet. Aufgrund der Seltenheit dieser Manifestation, besteht die Herausforderung in einer frühzeitigen Diagnosestellung, um rechtzeitig eine zielgerichtete antibiotische Therapie einzuleiten. Die größte Gefahr der Gonoblennorrhö ist eine oft rasche Entwicklung von Hornhautulzerationen mit nachfolgenden Hornhautnarben und möglicher Perforation. In Schwellenländern stellt die Erkrankung daher eine häufige Erblindungsursache dar, kann aber auch hierzulande schwere Folgen haben, wie eine Kasuistik aus der Universitäts-Augenklinik Regensburg zeigt. 1
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