In einer Studie wurden Daten von 1.528 Augen von 1.120 Teilnehmenden (durchschnittliches Alter 77,1 Jahre, 57,6 % Frauen) aus der AREDS2-Studie verwendet, um den Atrophy Weighted-by-Acuity Index zu entwickeln und intern zu validieren. Die externe Validierung erfolgte an 35 Augen von 35 Teilnehmenden (durchschnittliches Alter 74,3 Jahre, 60 % Frauen) aus dem Geographic Atrophy Minocycline Trial.1
Die bestkorrigierte Sehschärfe wurde anhand der Early Treatment Diabetic Retinopathy Study(ETDRS)-Charts gemessen, während Farb-Fundusaufnahmen und Fundus-Autofluoreszenzbilder in spezialisierten Lesezentren ausgewertet wurden. Die Analyse teilte die Makula in 60 konzentrische Ringe (Annuli), berechnete die Atrophiefläche in jedem Ring und leitete daraus die neue Outcome-Messgröße unter Verwendung der Ridge-Regression ab, wobei die Atrophiefläche und das Alter als Prädiktoren dienten.
Der neue Index war exakter in der Vorhersage der bestkorrigierten Sehschärfe als die klassische Atrophiefläche. Intern zeigte sich eine deutlich höhere Korrelation mit dem Sehschärfedefizit (Pearson-Korrelationskoeffizient [r] = 0,58 vs. 0,32; p < 0,001). Extern bestätigte sich die bessere Übereinstimmung sowohl für die nach Farb-Fundusfotografie (r = 0,69 vs. 0,58; p = 0,005) als auch für die nach Fundus-Autofluoreszenz definierte Atrophie (r = 0,70 vs. 0,56; p = 0,002).
Die longitudinale Analyse in AREDS2 zeigte zudem, dass Zuwächse im neuen Index stärker mit einem Rückgang der Sehschärfe korrelierten als Veränderungen der klassischen Atrophiefläche (r = 0,37 vs. 0,28; p < 0,001).
Farb-Fundusaufnahmen wurden zur Auswertung genutzt, da Fundus-Autofluoreszenz potenziell weniger Variabilität bei Flächenmessungen zeigt. Eine optische Kohärenztomografie war in AREDS2 für die Foveal-Lokalisierung nicht verfügbar. Das Annulus-Modell nahm zudem an, dass alle Pixel innerhalb eines Rings gleich wichtig sind.
Die Studie wurde durch das Intramurale Forschungsprogramm der NIH unterstützt, einschließlich der Beiträge verschiedener NIH-Institute. Ein Autor erhielt einen ungebundenen Zuschuss von Research to Prevent Blindness, Inc. an die University of Wisconsin-Madison. Relevante Interessenkonflikte wurden nicht berichtet.
Dieser Beitrag erschien im Original auf
Medscape.com.