Roboter in der Augenchirurgie

Erste Katarakt-OP mit Roboter: erfolgreich und komplikationsfrei

In Los Angeles wurde die erste klinische Studie zur robotergestützten Kataraktchirurgie am Menschen abgeschlossen – ohne behandlungsbedingte Komplikationen. Welche Zukunft haben roboter-gesteuerte Eingriffe in der Ophthalmologie?

16.02.2026Lesedauer: ca. 4 MinutenVon: Richard Mark Kirkner | Übersetzung und Redaktion: Anna Besson
Erste Katarakt-OP mit Roboter: erfolgreich und komplikationsfrei

Haben robotergestützte Systeme in der Augenchirurgie eine Zukunft? 

© Getty Images | Valeria Blanc

In der ersten klinischen Studie am Menschen zur robotergestützten Kataraktchirurgie wurden bei 10 Patientinnen und Patienten entsprechende Eingriffe mit guten Ergebnissen durchgeführt – ohne behandlungsbedingte Komplikationen. Dies berichtete der in Los Angeles tätige Arzt Dr. Uday Devgan, der die Operationen in El Salvador vorgenommen hatte. Gegenüber Medscape Medical News sagte er, dass „es ein schöner erster Schritt“, sei, dass „der erste Schritt immer mutig, immer ein wenig beängstigend“ sei und stets ein gewisses Restrisiko bleiben würde.
Die Ergebnisse wurden bislang nicht in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert, jedoch vom American College of Surgeons sowie von der University of California, Los Angeles (UCLA) öffentlich kommuniziert, an der das Team beheimatet ist, das das robotische System für die Kataraktchirurgie entwickelt hat.1 Laut Dr. Devgan umfasste die Proof-of-Concept-Studie ein breites Spektrum an Katarakteingriffen, mit einer ähnlichen Anzahl männlicher und weiblicher Personen, Operationen am rechten und linken Auge sowie myopen und hyperopen Augen. „Wir hatten das gesamte Spektrum“, so Dr. Devgan. Das System mit dem Namen Polaris der Firma Horizon Surgical Systems ist derzeit in den USA noch nicht zugelassen.

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