Geheilt, aber anders

Über Liebe und Intimität spricht nach einer Krebserkrankung kaum jemand

Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung. Bei vielen von ihnen endet bestenfalls die medizinische Behandlung, nicht aber deren Folgen.

22.09.2026Quelle: Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
Nahaufnahme eines jungen Paares, das zu Hause zusammen im Bett liegt

Über Liebe und Intimität spricht nach einer Krebserkrankung kaum jemand

© Getty Images / The Good Brigade

Eine neue Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zeigt, dass Veränderungen in Liebe, Nähe und Sexualität Jahre anhalten können und sich auf die psychische und körperliche Gesundheit, das Körperbild, soziale Beziehungen sowie Partnerschaft und Intimität auswirken. Trotzdem sprechen Betroffene, Fachpersonal aus Medizin, Pflege, Reha oder Beratung selten von sich aus darüber. Es entsteht ein "systemisches Schweigen".
Für die Studie wertete ein Forschungsteam um Prof. Dr. Marlen Niederberger Interviews mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Beratung und Therapie, Informationsbroschüren sowie Beiträge aus Online-Foren für Krebsbetroffene aus. Das Ergebnis zeigt: Auf allen Ebenen, gesellschaftlich, in der Versorgung und im individuellen Erleben, bleibt das Thema unteradressiert.

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