Transarterielle Mikroperfusion beim lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom

Duktale Pankreaskarzinome gehören mit zu den aggressivsten Malignomen und sind bei Diagnose oft schon weit fortgeschritten. Bei nicht resektablen, lokal fortgeschrittenen Erkrankungen könnte eine transarterielle Mikroperfusion (TAMP) eine mögliche Alternative zur konventionellen systemischen Chemotherapie sein.

01.09.2026Lesedauer: ca. 2 MinutenVon: Maria Weiß
Transarterielle Mikroperfusion beim lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom

TAMP kann beim lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom in bestimmten klinischen Situationen eine gute Alternative zur systemischen Chemotherapie sein.

© Getty Images | Mohammed Haneefa Nizamudeen

Bei weniger als der Hälfte der Menschen mit Pankreaskarzinom ist der Tumor bei Diagnosestellung lokal begrenzt, sodass eine komplette Resektion ein Langzeitüberleben oder sogar Heilung verspricht. Viele Karzinome sind zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr resektabel, obwohl keine Fernmetastasen vorliegen. Das Standardvorgehen ist hier eine systemische Chemotherapie, in einigen Fällen kombiniert mit einer Strahlentherapie. Diese Optionen sind aber oft schnell ausgeschöpft – entweder aufgrund von Unverträglichkeit oder fehlender Wirksamkeit. 
TAMP könnte in diesen Fällen eine Alternative sein. Hierbei wird ein spezieller Doppelballon-Katheter intraarteriell in der Nähe des Tumors platziert und die Chemotherapeutika in dem von den Ballons okkludierten Bereich im Tumor gezielt freigesetzt. Dadurch wird die systemische Exposition und die damit verbundene Toxizität reduziert.

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