Fallbericht
Tocilizumab bei schwerer, steroidrefraktärer Osimertinib-induzierten Pneumonitis
Die Pneumonitis ist eine gefürchtete Nebenwirkung der Therapie mit EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren, die z.B. bei bestimmten Lungenkarzinomen eingesetzt werden. Wenn die Standardtherapie mit Absetzen und hochdosierten Steroiden nicht ausreichend wirkt, könnte der IL-6-Rezeptorinhibor Tocilizumab eine mögliche Alternative sein, wie ein Fallbericht aus Belgien zeigt.
08.07.2026Lesedauer: ca. 2 MinutenVon: Maria Weiß

Tocilizumab bei schwerer, steroidrefraktärer Osimertinib-induzierten Pneumonitis
© utah778 | iStock via Getty Images Plus
Nach zwei Monaten Osimertinib-Therapie schwere Pneumonitis
Eine 67-jährige Patientin erhielt zur Behandlung eines metastasieren EGFR L858R-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms Osimertinib – einen EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor der 3. Generation. Zwei Monate nach Therapiebeginn stellte sie sich mit seit vier Tagen bestehender zunehmender Dyspnoe und trockenem Husten in der Notaufnahme vor. Bei der stationären Aufnahme hatte sie eine schwere Hypoxämie (Sauerstoffsättigung 59 % bei Raumluft) mit Tachykardie. Das Kontrastmittel-verstärkte Lungen CT zeigte das typische Bild einer schweren bilateralen Pneumonitis ohne Nachweis einer Infektion.
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