Auf dem ESMO-Kongress 2025 in Berlin sprach Dr. Stéphane Champiat vom MD Anderson Cancer Center, Houston, Texas, über „die Wiederentdeckung der CTLA-4-Blockade“.1
Die CTLA-4-Blockade, etwa mit Ipilimumab, war ein Meilenstein der Immunonkologie – erstmals wurden bei fortgeschrittenem Melanom langanhaltende Remissionen in einer Subgruppe erzielt, so der Experte.1,2
Folgendes konnte unter der Therapie mit dem Anti-CTLA-4-Antikörper Ipilimumab gezeigt werden:
Um die Toxizität und Wirksamkeit der CTLA-4-Blockade besser voneinander zu entkoppeln, werden verschiedene therapeutische Ansätze verfolgt:1
Um die Zielgenauigkeit der CTLA-4-Blockade weiter zu erhöhen und das Nebenwirkungsprofil zu verbessern, konzentriert sich die aktuelle Forschung auf innovative molekulare Ansätze, betonte Dr. Champiat in seinem Vortrag. Neben pH-sensitiven und Protease-aktivierten Antikörpern werden weitere Design-Optimierungen der Antikörperstruktur verfolgt, die gezielt auf das Tumormikromilieu oder spezifische Mechanismen der Immunmodulation abzielen.1,5-8
Zu den wichtigsten Ansätzen zählen:
Erste Studien zeigen, dass innovative Antikörper-Designs die therapeutische Breite erweitern und das Sicherheitsprofil der CTLA-4-Blockade weiter verbessern können.1,5-12 Die Integration dieser neuen Designs markiert damit einen entscheidenden Schritt, hin zu einer noch präziseren und individualisierten Immuntherapie. Darüber hinaus eröffnet der Einsatz tumorselektiver, bispezifischer oder Fc-optimierter Antikörper die Möglichkeit, Therapien stärker am individuellen Tumormikromilieu oder an spezifischen Biomarkern auszurichten. Zukünftige Entwicklungen könnten somit eine gezielte Patientenselektion und passgenaue Kombinationen weiter vorantreiben und das klinische Outcome nachhaltig verbessern.1