Tickende Zeitbombe

Intrakranielles Aneurysma: Diagnose, Risiken und Chancen

„48-jährige Frauenärztin tot in ihrer Kölner Wohnung aufgefunden. Die Polizei kann ein Verbrechen bisher noch nicht ausschließen.“ – Meldungen dieser Art lassen stets aufhorchen. Unwillkürlich denkt man an ein Verbrechen. Bis zu einer klärenden Obduktion vergehen oft einige Tage. Dabei entpuppen sich solche Fälle meist nicht etwa als heimtückische Vergiftung. Stattdessen aber als das Ergebnis einer intrakraniellen aneurysmatischen Blutung mit Todesfolge.

07.07.2026Von: Markus Vieten
Tickende Zeitbombe intrakranielles Aneurysma betrifft Millionen

Intrakranielles Aneurysma betrifft Millionen Menschen (Symbolbild)

© Aleksandr Gorshkov | iStock via Getty Images Plus

In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um eine plötzlich aufgetretene Subarachnoidalblutung (SAB) infolge der Ruptur eines sakkulären Aneurysmas. Besonders anfällig sind Gefäßaufzweigungen im Circulus arteriosus cerebri (Willisii), in dem starke hämodynamische Scherkräfte wirken. Eine derartige Aussackung wird durch die Kombination aus genetischer Prädisposition für punktuelle Schwächen der Gefäßwände an besonders beanspruchten anatomischen Stellen und den üblichen vaskulären Risikofaktoren wie Rauchen, Hyperlipidämien und Hypertonie begünstigt.

Diese Inhalte werden präsentiert von

coliquio Logo bunt
Zurück zum Seitenanfang