Tolvaptan, ein Arginin-Vasopressin-V2-Rezeptorantagonist, hat sich bei der Behandlung von Hyponatriämie als wirksam erwiesen und wurde in den USA 2009 für die Behandlung der „klinisch signifikanten Hyponatriämie“ zugelassen, definiert als Serum-Natriumspiegel <125 mmol/l. Anhaltende Bedenken hinsichtlich des Risikos eines übermäßig schnellen Anstiegs der Plasma-Natriumkonzentration (pNa) bei Personen mit mittelschwerer bis schwerer Hyponatriämie, der eine Korrektur erforderlich machen würde, haben jedoch die Anwendung in der klinischen Praxis eingeschränkt, so die Forschenden.
In einer offenen Studie an einem einzigen tertiären Krankenhaus in Australien wurden 54 hospitalisierte Erwachsene mit einer mittleren pNa von 124 mmol/l auf eine tägliche orale Gabe von 7,5 mg Tolvaptan oder eine Flüssigkeitsrestriktion von < 1.000 ml/Tag über 3 Tage randomisiert, wobei die Dosierung täglich entsprechend den Veränderungen der pNa angepasst wurde. Alle Teilnehmenden, die ihren Zielwert für die Natriumkorrektur überschritten, wurden mit intravenöser 5-prozentiger Dextrose behandelt.. Zu den wichtigsten Endpunkten zählten Veränderungen der pNa zwischen dem 1. und 4. Behandlungstag, die Notwendigkeit einer intravenösen Dextrose-Gabe zur Vermeidung einer Überkorrektur, die Bewertung der Symptome sowie die Dauer des Krankenhausaufenthalts. Die Ergebnisse der Studie wurden jüngst im
Fachjournal Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism publiziert.
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