Neue Zahlen der Bundesregierung

Hohe Verluste von Krankenkassen durch riskante Immobilien-Investments

Per Gesetz sind Krankenkassen verpflichtet, bei Finanzanlagen Verluste möglichst auszuschließen. Doch in zahlreichen Fällen ist viel Geld verloren gegangen - wie viel, ist noch offen.

10.09.2026Lesedauer: ca. 2 MinutenVon: dpa
Krankenkassen: Hohe Verluste durch riskante Immobilien-Investments

© Getty Images | fhm

Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen immer deutlicher das große Ausmaß von Verlusten gesetzlicher Krankenkassen durch riskante Immobilieninvestments. So nahmen betroffene Krankenkassen bereits bis Ende 2025 Wertberichtigungen in Höhe von rund 400 Millionen Euro vor, wie die Regierung in einer vom Bundestag veröffentlichten Antwort auf eine Grünen-Anfrage schreibt. Die Verluste könnten noch weit größer sein. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichteten zuerst darüber.
Die Kassen dürften demnach noch deutlich höhere Summen verloren haben. Weitere Anlagewerte betrügen über 700 Millionen Euro, so die Regierung. Laut dem Medienbericht handelt es sich um mögliche Fehlinvestitionen, die noch in den Bilanzen schlummern. Bereits bekannt war, dass Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen hohe Summen durch unsichere Investments in bestimmte Fonds zur Immobilienfinanzierung verloren hatten, bei denen Investoren inzwischen von einem Totalverlust ausgehen. Die Regierung zitiert in ihrer neuen Antwort nun Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung (BAS). Laut dem Medienbericht liegt der "mögliche Schaden" allein bei den 58 bundesweit agierenden Kassen, für die das BAS zuständig ist, bei den genannten insgesamt 1,1 Milliarden Euro.

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Hohe Verluste von Krankenkassen durch riskante Immobilien-Investments